BMW kündigt serienreife Feststoffbatterie bis Ende des Jahrzehnts an

Schon "deutlich vor 2025" will BMW ein erstes Feststoffbatterie-Auto zeigen. Die Bauart verspricht mehr Reichweite, höhere Energiedichte und rascheres Aufladen.

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Noch fahren die elektrischen BMW-Modelle mit Lithium-Akkus. Feststoffzellen allerdings versprechen deutliche Vorteile. Das Bild zeigt die Batteriemontage für den BMW X5 xDrive45e, BMW Group Werk Spartanburg, USA 2019.

(Bild: BMW)

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  • dpa

BMW will die Entwicklung von Feststoffbatterien vorantreiben. "Bis zum Ende des Jahrzehnts werden wir eine automotive-taugliche Feststoffbatterie für den Serieneinsatz realisieren", sagte Entwicklungsvorstand Frank Weber. Konzernchef Oliver Zipse betonte, das Unternehmen wolle schon deutlich vor 2025 ein erstes Vorführfahrzeug mit dieser Technik zeigen.

Feststoffbatterien gelten als wichtige Zukunftstechnik im Fahrzeugbau. Bei ihnen wird die Ladung nicht mehr durch ein flüssiges Trägermaterial transportiert. Die Zellen können so bei bestimmter Bauart leichter werden, was die Reichweite der Fahrzeuge erhöht. Zudem sind eine höhere Energiedichte und rascheres Aufladen denkbar. Auch Volkswagen hat jüngst angekündigt, in einigen Jahren zunehmend auf Feststoffbatterien setzen zu wollen und gab erst kürzlich eine höhere finanzielle Beteiligung an einem US-Spezialisten für diese Technik bekannt.

BMW will zudem bis zum Ende des Jahrzehnts die Energiedichte seiner Batterien um "mindestens einen mittleren zweistelligen Prozentbetrag" steigern, wie Zipse sagte. "Mit der Neuen Klasse werden wir im elektrischen Antrieb einen großen Technologie-Sprung machen." Die "Neue Klasse" ist BMWs neue Fahrzeugarchitektur, die ab Mitte des Jahrzehnts eingesetzt werden soll. Mit ihr wolle man "bei Reichweite und Herstellkosten auf das Niveau modernster Verbrennungsmotoren gelangen", sagte Zipse. Zudem soll der Rohstoffbedarf sinken.

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BMW erhielt für seine Batteriesparte einen Förderbescheid über rund 68 Millionen Euro durch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Das geförderte Projekt, in dem es um Lithium-Ionen-Zellen für Elektroautos geht, ist Teil einer größeren europäischen Initiative für die Batteriezellfertigung. "Mit den gemeinsamen europäischen Projekten ist es gelungen, die Batterie-Wertschöpfungskette in Deutschland und Europa erfolgreich aufzubauen und nachhaltige Arbeitsplätze zu sichern", betonte Altmaier.

(fpi)