Bandbreiten-Monster: Wie die Apple-Chips M1 Pro und Max funktionieren

M1 Pro und Max zeigen, worauf es bei künftigen Macs ankommt: Nicht nur immer mehr CPU-Kerne, sondern flottere GPUs und massiver Datendurchsatz greifen Intel an.

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(Bild: vectorpocket, freepik.com; Montage: Mac & i)

Von
  • Nico Ernst
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Seit Ende Oktober 2021 werden die ersten neuen MacBook Pro mit 14 oder 16 Zoll ausgeliefert. Sie sind wahlweise mit den System-on-Chip (SoC) M1 Pro oder M1 Max bestückt, den neuesten Prozessoren aus der Reihe Apple Silicon. Die Ingenieure haben dabei nicht nur eine etwas schnellere Version des M1 mit mehr CPU-Kernen vorgelegt, sondern das ohnehin schon beeindruckende Design des M1 gründlich ausgebaut.

Als Erstes fällt dabei die veränderte Anzahl der Performance- und Efficiency-Kerne (P und E) auf Basis der ARM-Architektur ins Auge: Statt 4 + 4 gibt es nun bei M1 Max und Pro jeweils 8 P- und nur noch zwei E-Kerne, insgesamt also eine 10-Kern-CPU – allein das haben AMD und Intel in ihren aktuellen Notebook-Chips nicht zu bieten. Mehrere Threads pro Kern, bei Intel HyperThreading genannt, ist bei Apple Silicon aber nicht vorgesehen, es bleibt also bei maximal 10 Threads gleichzeitig. Die einzelnen Kerne sind laut Apple "in etwa die gleichen" wie beim M1, von großen Änderungen an der Core-Architektur ist also nicht auszugehen. Auch die Taktrate bleibt gleich.

Mehr zum M1-Prozessor:

macOS verwaltet die nun zehn Kerne für Energieeinsparungen so, dass es zuerst die E-Cores und dann die P-Cores auslastet. Es legt vor allem Aufgaben des Betriebssystems auf die E-Cores, Anwendungen die viel Last erzeugen, auf die P-Cores. Das ist sinnvoll, weil macOS selbst ja fast ständig etwas tut, auch wenn der Anwender kein anderes Programm benutzt. Dann können sich die energiehungrigen P-Cores schlafen legen – und dabei benötigen sie nur sehr wenig Energie, was eine der Haupteigenschaften der ARM-Architektur ist.

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