Brennstoffzellen-Plug-In-Hybrid: Opel Vivaro-e Hydrogen​

Mit einem Angebot für Flottenkunden wagt sich Opel in den Brennstoffzellen-Alltag. Das Konzept mit ladbarem großen Pufferspeicher macht es zum Wasserstoff-PHEV.

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Opel Vivaro-e Hydrogen​

Der Vivaro bekommt Brennstoffzellenantrieb vorerst nur in seiner Nutzvariante. Abgabe an Flottenkunden ab Herbst.

(Bild: Opel)

Von
  • Florian Pillau

Nun scheint auch Opel auf die Pläne der Regierung zu reagieren, eine die Energiewende unterstützende Wasserstoffwirtschaft anzuschieben: Die Marke des Stellantis-Konzerns bringt mit dem Kleintransporter-Modell Opel Vivaro-e Hydrogen noch dieses Jahr ein Elektroauto mit Wasserstoff als Energiespeicher auf den Markt. Als Basis dient der ohnehin bereits elektrisch fahrende Opel Vivaro-e.

Im Gegensatz zu anderen Brennstoffzellen-Autos ist der Opel mit seinem Konzept allerdings eine Besonderheit. Er kombiniert eine relativ voluminöse Traktionsbatterie mit 10,5 kWh Energiegehalt mit einer moderaten Brennstoffzellen-Dauerleistung von 45 kW. Damit kommt eine ladbare Reichweite von bis zu 50 km zur tankbaren von 400 Kilometern. Als weiterer Vorteil ergibt sich ein deutlich vergrößerter möglicher Hub für die Rekuperation. Welche Ladeströme die Batterie zapft, hat Opel noch nicht verkündet, damit bleibt auch die Frage nach dem Ladetempo noch offen.

Brennstoffzellen-Plug-In-Hybrid: Opel Vivaro-e Hydrogen (6 Bilder)

Ab Herbst sollen Flottenkunden den Opel Vivaro als Transporter mit Brennstoffzellenantrieb bekommen.
(Bild: Opel)

Für mögliche Nutzfahrzeugkunden gehört zu den ersten Fragen die nach Zuladung und Volumen. Opel verspricht, dass der Transporter gegenüber herkömmlichen Antrieben keine Kompromisse beim Raumangebot macht. Der Opel Vivaro-e Hydrogen wird in den zwei Längen M und L mit 4959 und 5306 Millimetern Länge gebaut. Mit 5,3 oder 6,1 Kubikmetern entspricht der Laderaum dem der batterieelektrischen Version, in dem auch die voluminösen Batterien keinen zusätzlichen Innenraum kosten. Die Unterboden-Traktionbatterie des Vivaro‑e wird durch drei 700-bar-Karbonfaser-Tanks ersetzt. Da der Brennstoffzellenantrieb leichter ist als die elektrochemischen Speicher, kann der Brennstoffzellen-Plug-In-Hybrid die Nutzlast von 1100 kg voll ausnutzen. Der Laderaum ist wie gewohnt vom Heck aus oder über die beiden seitlichen Schiebetüren erreichbar.

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Opel stellt sich den Vivaro-e Hydrogen vor als "ideale Lösung für Kunden, die mit ihrem Transporter emissionsfrei weite Strecken absolvieren wollen oder durch ihr Betriebsmodell auf schnelles Auftanken an der Tankstelle angewiesen sind". Das bedeutet auch, dass man auf eine Ausführung als Familien-Van noch wird warten müssen. Die ersten Fahrzeuge sollen an Flottenkunden ab Herbst ausgeliefert werden.

(fpi)