CO2-Minderung: Renault, Hyundai und Mercedes liegen vorn

Die Hersteller unterliegen einem strafbewehrten CO2-Flottengrenzwert. Sie erreichten ihn vergangenes Jahr vor allem durch den gesteigerten Absatz von E-Autos.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 59 Beiträge

Der Hyundai Ioniq Elektro (Test) gehört zu den sparsamsten von uns gefahrenen Elektroautos. Er hilft dem Hersteller auch beim Flottenverbrauch.

(Bild: Schwarzer)

Von
  • dpa

Die 2020 in Deutschland neu zugelassenen Autos stoßen deutlich weniger CO2 aus. Ihr Kohlendioxid-Ausstoß sank im Schnitt um 11 Prozent im Vergleich zu 2019, doch je nach Marke gibt es große Unterschiede, wie aus am Freitag (15. Jan. 2021) veröffentlichten Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hervorgeht. Betrachtet man nur Marken mit mindestens 100.000 Neuzulassungen, ergeben sich die deutlichsten Rückgänge bei Renault mit 23,6 Prozent, Hyundai mit 17,1 und Mercedes mit 15,7 Prozent.

Auch Opel mit 15,6, VW mit 12,5, Audi mit 11,8 und BMW mit 11,2 Prozent Rückgang schneiden etwas besser ab als der Durchschnitt. Ford liegt mit einer Reduktion um 10,7 Prozent minimal schlechter als der Durchschnitt, Skoda mit 8,3 und Seat mit 4,4 Prozent deutlicher.

Die prozentuale Reduktion in Deutschland sagt allerdings noch nichts darüber aus, ob Hersteller ihre Reduktionsziele erreichen. Zum einen sind dafür nicht nur die deutschen Zahlen entscheidend, und die Ziele unterscheiden sich von Marke zu Marke. Zum anderen berücksichtigt dies nicht frühere Verbesserungen. So kommen unter den drei großen Premiumherstellern Mercedes, BMW und Audi zwar die Stuttgarter auf die größte Verbesserung, den niedrigsten Durchschnittswert weisen allerdings die Münchner auf.

Hintergrund zum Grenzwert

Den niedrigsten durchschnittlichen CO2-Ausstoß unter den Marken mit mindestens 100.000 Neuzulassungen wies laut KBA-Zahlen Renault mit 101,2 Gramm pro Kilometer auf, den höchsten Audi mit 149,3 Gramm. Die Rückgänge werden insbesondere Elektroautos und Plug-in-Hybriden zugeschrieben. Eine erhöhte Förderung brachte besonders im Dezember 2020 noch einmal einen kräftigen Zuwachs bei den Elektrischen und Elektrifizierten.

(fpi)