Chipmangel bei Elektroautos: VW senkt Absatzziel für ID-Modelle in China​

Bis zu 20 Prozent weniger der elektrischen VW ID.-Modelle plant Volkswagen im kommenden Jahr für den Verkauf in China ein. Grund ist der Halbleitermangel.

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Der VW ID.4 ist Teil einer ganzen Baureihe, die sich in China blendend verkaufen würde – wären da nicht die Lieferschwierigkeiten.

(Bild: Schwarzer)

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  • dpa

Der Volkswagen-Konzern verfehlt in diesem Jahr seine Verkaufsziele für die wichtigen Modelle der Elektroauto-Reihe VW ID. in China. Eigentlich hatte Volkswagen in der Volksrepublik einen Absatz von 80.000 bis 100.000 Stück angepeilt, nun dürften es nur noch zwischen 70.000 und 80.000 werden. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte am Freitag entsprechende Aussagen von Konzernchef Herbert Diess aus einer Mitarbeiterfragerunde Ende November. Im kommenden Jahr soll der Absatz dann auf 160.000 Autos verdoppelt werden.

Grund ist dem Sprecher zufolge der Halbleitermangel, der Volkswagen in China bereits seit Monaten trifft. Bisher hatte das Unternehmen neben lukrativen Premiummodellen von Porsche und Audi auch die Elektromodelle bei der Chipbestückung bevorzugt. Investoren beachten den Hochlauf der ID-Reihe genau, weil sie sich wegen der starken Konkurrenz in China sorgen.

Die Knappheit von Halbleitern schlage nun aber auch im Segment der batterieelektrischen Autos durch, hieß es. Auch im gesamten Markt schlägt das zu Buche. In China wurden nach vorläufigen Daten des Herstellerverbands CAAM im November 2,47 Millionen Pkw und Nutzfahrzeuge abgesetzt. Das waren 10,8 Prozent weniger als vor einem Jahr.

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(fpi)