Citroën ë-C4 und C4: Kompakt und elektrisch im SUV-Stil

Citroën bietet den C4 künftig auch als Elektroauto an. Ein modisches SUV mit Coupé-Anklang ersetzt das aktuelle Kompakt-Modell C4 Cactus.

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Mit dem Citroën ë-C4 wird nun auch eine batterieelektrische Version der Baureihe angeboten. Optisch stellt Citroën auf SUV um.

(Bild: Citroën)

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In bewährter Salamitaktik bietet Citroën eine Vorschau auf die neue Generation des C4 und zeigt nicht mehr als ein paar Bilder. Neu ist das Angebot einer batterieelektrischen Variante Citroën ë-C4. Die Umstellung auf die bei den Kunden immer noch beliebte SUV-Optik ist beim C4 bereits der zweite Versuch nach dem 2017 wieder eingestellten C4 Aircross. Aber der war eben ein umgelabelter Mitsubishi und kein Citroën.

Citroën ë-C4 und C4: Erste Bilder (10 Bilder)

Einen ganz neuen formalen Wurf wagt Citroën beim C4. Dabei setzen die Gestalter auf die so erfolgreiche Kombination aus SUV und Coupé. 
(Bild: Citroën)

Aktuell gibt es den C4 nur mehr als C4 Cactus (Test), einziger Überlebender einer einst weitverzweigten Modellfamilie. Informationen zu Abmessungen, Technik und Elektroantrieb hat der Hersteller noch nicht herausgegeben, das soll erst zur Präsentation am 30. Juni 2020 geschehen.

Höchstwahrscheinlich wird sich der ë-C4 die Technik mit den Elektroautos des PSA-Konzerns teilen. Auf der CMP-Basis leisten Pkw wie etwa die Peugeot-Modelle e-208 und e-2008, der DS3 Crossback E-Tense oder der Opel e-Corsa üblicherweise 100 kW, erreichen 260 Nm Drehmoment und sind mit einer 50 kWh-Batterie ausgestattet. Das sollte auch beim C4 für über 300 km Reichweite genügen. Wir erwarten eine DC-Schnelllademöglichkeit mit 100 kW, die den Speicher innerhalb rund 30 Minuten zu etwa 80 Prozent füllen sollte.

Die batterieelektrischen Großkombis von PSA wie der Citroën ë-SpaceTourer, Opel Vivaro-e oder Peugeot e-Traveller hingegen bieten bei gleichem Antrieb die Option einer 75-kWh-Batterie.

Die Bilder zeigen, dass beim kommenden ë-C4 auf eine eigene Elektroauto-Karosserie verzichtet wurde, offenbar eine markenübergreifende Entscheidung im Konzern. Sie hätte zulasten des Vorderwagens mehr Innenraum bieten können. Doch werden die konventionell angetriebenen Varianten dort ihre thermodynamischen Maschinen unterbringen müssen.

Über die Versionen mit Verbrennungsantrieb hieß es bislang nur, sie bekämen "leistungsstarke und effiziente" Motoren. Darunter könnte man sich den bewährten, durchzugskräftigen 1200er-Dreizylinder-Ottomotor von PSA mit 81 oder 96 kW und den 1,5-Liter-Vierzylinder-Diesel mit 100 kW und 250 Nm vorstellen, wie sie zuletzt in vielen Modellen des Konzerns angeboten wurden.

Citroën verspricht auch für den kommenden C4 die Advanced Comfort Federung und Sitze sowie ein Panorama-Glasdach. Ausweislich der Bilder scheint es sich öffnen zu lassen. Mit einer gewissen Spannung erwarten wir "eine einzigartige Innovation für den Beifahrer, die im Rahmen der Weltpremiere bekannt gegeben wird".

Über Preise trauen wir uns kaum zu spekulieren, außer vielleicht beim Citroën ë-C4, denn die Elektroautos im Konzern auf gleicher Basis kosten brutto rund 30.000 Euro. Der C4 mit Verbrennungsmotor wird eher kein Schnäppchen, denn PSA wird dem gerade sanft überarbeiteten Peugeot 308 die verbleibende Zeit nicht übermäßig erschweren wollen.

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(fpi)