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Computer-Hardware für den Weltraum: TFlop-Rechner im All

Standardware für das Weltall – der leistungsstärkste Computer im All besteht erstmals aus Commodity-Hardware und geht nun an Bord der ISS in den Regelbetrieb.

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TFlop-Rechner im All

Inhaltsverzeichnis

Hohe Leistung zu einem Bruchteil der üblichen Kosten – das verspricht das Konzept Commercial Off-the-Shelf, kurz COTS. Danach sollen der parallele Betrieb mehrerer Computer und trickreiche Software eine ähnliche Ausfallsicherheit wie in der klassischen Raumfahrt-IT erreichen. Denn dort kommen bis heute maßgeschneiderte Chips aus Kleinstserien zum Einsatz. Nun aber, da die NASA auf künstliche Intelligenz für ihre Marsmissionen setzt, braucht sie leistungsstarke, aber ausfallsichere Rechner. Das Spaceborne-Projekt soll ein erster Schritt dazu sein. Ein Jahr lang operierte ein Cluster von HPE und NASA testweise im All. Nun folgt der Regelbetrieb.

COTS ist die Antwort der NASA auf ein ähnliches Konzept des Weltraumunternehmens SpaceX, gegründet vom Tesla-Chef Elon Musk, der einst als Besitzer von PayPal sein Vermögen machte. Seine Raketen sollen so leistungsfähig sein wie die des legendären Raketenbauers Wernher von Braun, nur deutlich preiswerter. Die IT-Branche will nun folgen. Katalogware statt Sonderkonstruktionen mit Spezialbausteinen.

Denn bislang setzte man auf die Produkte hochspezialisierter Kleinstunternehmen, die teilweise im Auftrag großer Rüstungskonzerne arbeiten. Die Stückzahlen sind winzig. Wenn ein Hersteller in vier Jahren 400 Einheiten verkauft, ist das fast schon ein Bestseller. Doch wenn der Rechner auf der Startrampe steht, hinkt er dem Stand der Technik mehrere Generationen hinterher, war dafür aber zigmal teurer als ein Modell mit vergleichbarer Rechenleistung für den irdischen Gebrauch.

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