Cyber-Angriffe auf deutsche Unternehmen: Die Statistik der Woche

Immer mehr Firmen haben Ärger mit Hackern und Online-Kriminellen. Wie schlimm die Lage ist, zeigt unsere Infografik.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 7 Beiträge
Cyber-Attacken auf deutsche Unternehmen
Von
  • René Bocksch

Die Anzahl der Straftaten im Bereich Cybercrime ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen. Insgesamt hat das Bundeskriminalamt für 2021 rund 146.363 Delikte registriert – ein Anstieg von etwa 12,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Statistik der Woche

(Bild: 

shutterstock/3dmask

)

In unserer wöchentlichen Rubrik präsentieren wir Zahlen, Kurven und Diagramme aus Technologie und Wissenschaft.

Wie die Infografik von Technology Review und Statista zeigt, ist Computerbetrug mit etwa 113.000 Fällen die häufigste Form der Cyberkriminalität in Deutschland. Die Anzahl der Straftaten ist jedoch auch in allen anderen Kategorien erkennbar angestiegen. Der Begriff "Cybercrime" (IuK-Kriminalität) umfasst alle Straftaten, die unter Ausnutzung der Informations- und Kommunikationstechnik oder gegen diese begangen werden.

Cyberattacken sind neben Privatpersonen auch für Unternehmen eine wachsende Gefahr. Die Experten von Allianz Global Corporate & Specialty identifizieren Cybervorfälle als größtes Geschäftsrisiko im Jahr 2022, noch deutlich vor Naturkatastrophen oder dem Ausbruch einer weiteren Pandemie. Vor allem mittelständische Unternehmen sollten daher im Bereich IT-Sicherheit in großem Umfang aufrüsten. Diese wiegen sich häufig in falscher Sicherheit, wie eine Umfrage des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) verdeutlicht.

Demnach erkennen zwar 76 Prozent der 300 befragten Unternehmensentscheider, dass das Risiko Opfer einer Cyberattacke zu werden, für Unternehmen in Deutschland hoch ist – ihre eigene Firma sehen jedoch nur ein Drittel der Umfrageteilnehmer in Gefahr. Laut GDV-Chef Jörg Asmussen wird die Bedrohung durch Kriminelle im Internet vom Mittelstand noch immer nicht ernst genug genommen. Zudem würde die Qualität der vorhandenen Sicherheitssysteme überschätzt.

(jle)