DS 7 E-Tense 225: SUV bekommt zweiten Plug-in-Hybrid

DS, die Nobelmarke von PSA, bietet im DS 7 einen weiteren PHEV an. Der Antriebsstrang mit 165 kW ist aus anderen Modellen bereits bekannt.

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(Bild: DS)

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PSA geht den Weg, den derzeit viele beschreiten: Man verteilt die wenigen Plug-in-Hybrid-Antriebsstränge, die man konzeptionell zur Verfügung hat, in möglichst viele Autos. Die Franzosen haben derzeit zwei im Portfolio, einer ist seit einem halben Jahr schon im DS 7 zu haben, nun folgt mit dem DS 7 Crossback E-Tense 225 der zweite.

Der im DS 7 neue Plug-in-Hybridantrieb ist bestens aus anderen Modellen im Konzern bekannt. Ein 1,6-Liter-Benziner leistet 133 kW (181 PS) und stellt 300 Nm bereit. Unterstützung bekommt er von einem E-Motor mit 81 kW und 320 Nm, der in die Achtgang-Wandlerautomatik integriert ist. Im Verbund leisten beide 165 kW (224 PS) und bieten 360 Nm. Damit unterscheidet sich der DS 7 e-Tense 225 vom stärkeren Modell mit 220 kW (300 PS) Systemleistung, das über eine elektrifizierte Sekundärachse auch Allradantrieb bietet. Der fehlt dem weniger starken DS 7 Hybrid.

Die Speicherausstattung ist indes identisch: Die Batterie hat eine Bruttokapazität von 13,4 kWh, von denen sich laut PSA im vermutlich absolut gleich ausgestatteten Peugeot 3008 Hybrid4 (Test) elf kWh nutzen lassen. Interessant wird es beim Ladegerät: Der DS 7 lässt sich an Wechselstrom mit bis zu 7,4 kW laden. Nutzen kann das aber nur, wer zuvor mit dem Stromversorger vor Ort gesprochen hat, denn das Ladegerät im Auto ist einphasig ausgelegt. Offiziell ist eine Phase in Deutschland aber mit maximal 20 Ampere abgesichert, bestenfalls fließen bei 230 Volt also 4,6 kW. Es sei denn, der örtliche Versorger gibt mehr frei. Für diesen Fall verspricht PSA eine Ladezeit von 1 Stunde und 45 Minuten. Eine Ladung mit Gleichstrom ist, wie bei fast allen Plug-in-Hybriden, nicht vorgesehen. Nur der Vollständigkeit halber: Wem Energieeffizienz wirklich vollkommen egal ist, kann auch über den Verbrennungsmotor die Batterie aufladen. Der Wirkungsgrad ist dann natürlich furchtbar.

Im Begleitschreiben nennt DS eine Reichweite von bis zu 55 km im WLTP. Das erscheint durchaus realistisch, sofern die Bedingungen stimmen. Im Peugeot 3008 Hybrid4, der ja wie der Opel Grandland X Hybrid4 (Test) einen zusätzlichen E-Motor an der Hinterachse hat, kamen wir bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mit einer Ladung maximal 36 km weit. Der Grandland hatte es etwas einfacher, weil es während Christophs Test etwas wärmer war. Der Opel kam so auf bis zu 43 km E-Reichweite.

Noch nichts verrät DS zu dem Preisen für den neuen Plug-in-Hybrid. Die Differenz zwischen den beiden 3008 PHEV mag eine erste Richtung vorzeichnen. Demnach würde der günstigste DS 7 Crossback E-Tense 225 ungefähr 44.000 Euro kosten. Von denen können aktuell insgesamt mehr als 7000 Euro Subventionen abgezogen werden. Damit wäre er günstiger als ein unverhandelter DS7 mit 180-PS-Benziner. Ähnlich wie bei einigen anderen Plug-in-Hybriden, beispielsweise von Mercedes, stellt sich Frage, wer einen Benziner mit ähnlich viel oder gar weniger Leistung kaufen soll, wenn er einen Plug-in-Hybrid günstiger bekommt. Verkäufer werden unter diesen Umständen originelle Argumente brauchen, um die alleinigen Verbrenner im Sortiment unters Volk zu bringen.

(mfz)