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Designer-Essen kann für Umwelt und Gesundheit schädlich sein

Von Erbsenprotein bis Eis aus auf der Basis von Pilzen: Doch wie sieht die Ökobilanz der pflanzlichen Produkte aus?

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Ryan Pandya (l.) und Perumal Gandhi haben mit ihrem Start-up Perfect Day eine Eiscreme auf den Markt gebracht, deren Milchproteine von gentechnisch manipulierten Pilzen stammen.

(Bild: Perfect Day)

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Von Eiern und Schoko-Eis aus dem Bioreaktor über Hühnchenbrust und Thunfisch aus der Zellkultur bis zu Milch und Burgern aus Erbsen und Soja – es gibt nichts Essbares, das eine ständig wachsende Riege kalifornischer Start-ups nicht tierfrei brauen und züchten will. Mit reichlich Wagniskapital im Rücken wollen diese Firmen schnell von der Machbarkeitsstudie im Labor zu kommerziellen Produkten eilen. Ihr Ziel sind Verträge mit den großen Nahrungsmittelkonzernen der Welt, um nachhaltige Designernahrung in Supermärkten und Fast-Food-Ketten zu verkaufen. Sie appellieren, jenseits der Nischen von Veganern und Umweltschützern, an sogenannte Flexitarier, die bereit sind, Designer-Food zu essen, solange es gesünder als das tierische Produkt ist.

Das große Vorbild in diesem Wettlauf heißt Beyond Meat, das 2016 auf der Technology-Review-Liste der 50 innovativsten Unternehmen weltweit stand. 2009 gegründet, legte das Unternehmen aus Los Angeles diesen Mai den bisher erfolgreichsten Börsengang des Jahres hin. Mit seinen Buletten und Hühnerbruststreifen aus Erbsen war es Ende Juli schwindelerregende 12,2 Milliarden Dollar wert.

Dicht auf den Fersen ist der Konkurrent Impossible Foods bei San Francisco, dessen Sojaburger bereits bei Fast-Food-Ketten wie Burger King serviert wird. Und dahinter formiert sich die zweite Generation mit Namen wie Perfect Day, Clara Foods, Memphis Meats, New Age Meats, Finless Foods, Good Catch oder Wild Type. Sie arbeiten mit Soja, Erbsen oder Mungbohnen, programmieren Pilzkulturen so um, dass sie tierische Proteine herstellen, oder züchten Fleisch im Labor.

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