Nachhaltigkeit: Die 15-Minuten-Stadt

Die Corona-Pandemie hat die Debatte um urbane Entwicklung neu entfacht. An guten Konzepten mangelt es nicht.

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Mehr Platz für grüne Flächen: Zukünftig könnte Städten eine Spur reichen.

(Bild: Joshua Fernandez (unsplash))

Von
  • Niels Boeing
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Die Stadt der Gegenwart, so scheint es, ist nicht pandemietauglich. Wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, hat ein Virus leichtes Spiel. Will man es bekämpfen, bleibt nur, Städte in Geisterstädte zu verwandeln und das Leben auf den Straßen zu unterbinden. Die gespenstische Leere auf Boulevards und Plätzen, ob in Paris, New York oder Berlin, ist zum Sinnbild der Krise geworden. Und hat die Frage aufgeworfen: Wie könnte eine Stadt aussehen, die resilienter gegen Pandemien ist?

Müssen Politiker und Stadtentwickler umdenken? In den letzten 20 Jahren hatten sie immer wieder die „kompakte Stadt“ propagiert als Antwort auf Stadtflucht, Pendelverkehr und Zersiedelung, um damit auch den Anforderungen von Klimawandel und Nachhaltigkeit besser gerecht zu werden. Ist das Konzept jetzt schon wieder obsolet, bevor die Planer überhaupt richtig begonnen haben, es umzusetzen? Müssen Städte nicht vielmehr aufgelockert und dadurch wieder luftiger werden, so wie es in der Nachkriegsmoderne geschah, damit die Menschen mehr Abstand halten können?

Seit Frühjahr 2020 führen Stadtplaner und -forscher in der Welt eine intensive Debatte darüber. Die Antwort, die sich allmählich herausschält, ist keine Absage an die kompakte Stadt – es geht vielmehr darum, die Schwierigkeiten aufzufangen, die dichter Lebensraum mit sich bringt.

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