Die Geschichte des USB-Sticks

Die Allgegenwart von USB-Sticks ist eine IT-­Erfolgsgeschichte. Durch anfängliche Hürden nahm die heute selbstverständliche Technik nicht sofort Fahrt auf.

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Von
  • Christof Windeck
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Manche gute Idee hat viele Eltern, so auch die des USB-Sticks. Im Jahr 2000 brachten sowohl IBM als auch die singapurische Firma Trek 2000 International erste Flash-Speicherstäbchen mit USB-Anschluss auf den Markt. Die von IBM hießen DiskOnKey und nutzten Technik der israelischen Firma M-Systems. Trek 2000 hingegen prägte den im englischen Sprachraum gängigen Begriff ThumbDrive (Daumen-Laufwerk). Schon zuvor hatte wiederum IBM im Jahr 1999 eine "Patent Disclosure" des damaligen Mitarbeiters Shimon Shmueli über USB-Sticks veröffentlicht.

Wer immer auch der tatsächliche Erfinder ist: Ende der 1990er-Jahre waren die wichtigsten Zutaten für USB-Sticks verfügbar. Einerseits gab es bereits Flash-Speichermedien wie CompactFlash (CF) sowie die heute vergessenen SmartMedia Cards und PC Cards. Sie kamen etwa in den damals nagelneuen Digicams zum Einsatz. Andererseits hatte Intel 1996 den PC-Mainboard-Chipsatz 440FX mit Universal Serial Bus (USB) vorgestellt.

In den späten 1990er-Jahren konnte man also durchaus auf die Idee kommen, ein transportables Speichermedium mit USB-Anschluss zu entwickeln, damit es an jedem PC auch ohne Lesegerät oder Adapter funktioniert. Wer 1998 Wechselspeicher zum Datenaustausch oder für Backups benötigte, hantierte oft noch mit Floppy Disks. Außerdem gab es ZIP- und Jaz-Drives, magnetooptische (MO-)Scheiben sowie beschreibbare CDs und DVDs. Keines der genannten Wechselmedien konnte man direkt an einen beliebigen PC anschließen, sondern sie setzten jeweils passende Laufwerke oder Lesegeräte voraus.

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