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Die Geschichte hinter dem MP3-Format

| Imre Grimm, Arne Grävemeyer

Ein Gespräch mit Karlheinz Brandenburg, einem der Väter des MP3-Formats. Er musste 1995 lernen, dass eine überlegene Technik sich nicht von selbst durchsetzt.

Der Elektrotechniker und Mathematiker Karlheinz Brandenburg promovierte 1989 zum Thema Musikkodierung an der Universität Erlangen-Nürnberg. Er forschte am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) in Erlangen sowie an den Bell Laboratories von AT&T in den USA.

Für die Erfindung des MP3-Formats wurden Brandenburg, Teamleiter Heinz Gerhäuser und sieben weitere Fraunhofer-Ingenieure vielfach ausgezeichnet: Harald Popp, Stefan Krägeloh, Hartmut Schott, Bernhard Grill, Ernst Eberlein, Thomas Sporer und Jürgen Herre. Seit 2004 leitete Brandenburg das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Ilmenau. Im Jahr 2020 ging er in den Ruhestand.

Imre Grimm: Herr Brandenburg, die Geschichte ist einfach zu schön: Da erfindet eine Handvoll deutscher Tüftler vom Fraunhofer-Institut ein revolutionäres Verfahren, um Musikdateien praktisch ohne Qualitätsverlust auf ein Bruchteil ihrer CD-Ursprungsgröße zu komprimieren – und heben damit die Art Musik zu hören aus den Angeln. Wann war der Moment, als sie spürten: Wir schrauben hier an etwas Größerem?


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