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Die Sonne steuert auf das nächste Aktivitätsmaximum zu

In den kommenden Jahren wird die Aktivität der Sonne deutlich ansteigen. Sonnenstürme könnten dann Stromnetze und Satelliten lahmlegen.

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(Bild: NASA/SDO und AIA-, EVE-, und HMI-Teams)

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Das Jahr 2019 wird vermutlich einen neuen Rekord bringen: Noch nie seit dem Beginn des Raumfahrtzeitalters gab es in einem Kalenderjahr so viele Tage, an denen kein einziger Sonnenfleck erschien, oft wochenlang ohne Unterbrechung. In aktiven Jahren hingegen sind an jedem Tag Sonnenflecken sichtbar, oft Dutzende einzelne Flecken in mehreren Gruppen. Zahl und Größe der Flecken geben Aufschluss darüber, wie aktiv die Sonne gerade ist.

Die Sonnenfleckenrelativzahl wird seit Mitte des 18. Jahrhunderts täglich ermittelt. Jeder sichtbare Fleck auf der Sonnenoberfläche zählt dabei einen Punkt, jede Gruppe 10. Da auch einzelne Flecken gleichzeitig als Gruppen gelten, ist die niedrigste Zahl 11. Verwendet man ein größeres Teleskop als das Standardgerät mit einer 8-Zoll-Öffnung, muss man die Zahl mit einem festgelegten Faktor nach unten korrigieren, um die Beobachtungen vergleichbar zu halten. Große Observatorien melden deshalb oft 7 als kleinsten Wert.

Die Sonnenaktivität folgt einem ungefähr elfjährigen Zyklus. Minimum und Maximum werden mit geglätteten Monatsmittelwerten ermittelt. Diesen liegt jeweils ein Zeitraum von 13 Monaten zugrunde, also jeweils sechs Monate vor und nach dem jeweiligen Monat, da die Zahl gerade im Maximum erheblich schwankt. Im Dezember 2019 war also erst der Wert für Mai bekannt, der bei 3,9 lag. Da die monatlichen Durchschnittswerte von Juni bis November nur noch zwischen 0,4 und 1,1 lagen, wird der geglättete Wert wohl erst einmal noch weiter sinken, wenn die Aktivität in den kommenden Monaten nicht kräftig zulegt. Experten der NASA rechnen damit, dass das Minimum im Laufe des Jahres 2020 eintritt.

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