Die Verfolgung von Domainnamensmissbrauch am Beispiel Fake Webshops

Strafverfolgungsbehörden kämpfen immer wieder mit DNS-Missbrauch. Die Schweiz zeigt, wie man dort das Problem bei den .ch-Domains in den Griff bekam.

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Das Domain Name System (DNS) ist eine weltweit verteilte Datenbank. Sie ermöglicht die Adressierung von Ressourcen im Internet und erlaubt es, Webseiten oder E-Mail-Empfänger per Domainnamen zu erreichen. In der Schweiz untersteht die nationale ccTLD .ch dem Bundesamt für Kommunikation (BAKOM), die den Betrieb der Registrierungsstelle in der Verordnung über Internet-Domains (VID; SR 784.104.2) geregelt hat. Die Betreiberin der Registrierungsstelle für .ch ist die Stiftung SWITCH, an die die IANA (Internet Assigned Numbers Authority) 1987 die Verantwortung delegiert hat.

Die Registrierungspolicy für .ch-Domainnamen ist offen, das heißt, es kann jede, auch nicht in der Schweiz ansässige Person einen solchen registrieren. Die Domainnamen sind für Privatpersonen und Unternehmen bestimmt und der Preis soll mit dem für .com-Domainnamen vergleichbar sein. Im Gegensatz dazu steht die .swiss-TLD, die ebenfalls vom BAKOM verwaltet wird und für Halter einen Bezug zur Schweiz voraussetzt. Letzteres wird überprüft, weshalb ein .swiss-Domainname erheblich teurer ist.

.ch-Domainnamen sind in der Schweiz beliebt, die ca. 2,2 Millionen existierenden haben einen Marktanteil von 58%, gemessen an allen in der Schweiz aufgerufenen Webseiten. Die globale Verfügbarkeit, der geringe Preis und die Beliebtheit haben leider auch zur Folge, dass der Missbrauch mit ihnen in den letzten Jahren erheblich zugenommen hat. 2010 hat SWITCH vom BAKOM den Auftrag zur Bekämpfung von Cyberkriminalität mit .ch-Domainnamen erhalten.

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