Ausprobiert: Wie die Post die Briefmarke digitalisiert

DHL packt QR-Codes auf die Marken. Mittels App sollen die Sendungen damit nachverfolgbar werden. Wir haben es getestet.

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Briefmarken lassen sich per App einscannen.

(Bild: Deutsche Post AG)

Von
  • Gregor Honsel

„Digitaler Wandel – Die Briefmarke wird digital“ steht auf einem neuen Briefmarkenset der Deutschen Post. Das klingt ziemlich gewagt für bedrucktes Papier, das dazu gedacht ist, auf anderes Papier geklebt zu werden. Doch immerhin tragen die Briefmarken an der Seite einen länglichen QR-Code, den die Post „Matrixcode“ nennt. Er lässt sich mit der „Post&DHL-App“ einlesen und soll dann eine „Basis-Sendungsverfolgung“ ermöglichen.

Wir probieren den Service aus, indem wir ein Buch von Hannover in eine norddeutsche Kleinstadt schicken. Leider gibt es die Briefmarken nur mit einem Wert von 80 Cent. Sendungen können damit nicht immer passend frankiert werden.

Bei mehreren Marken reicht es, eine von ihnen einzuscannen. Dann erscheint die Sendung als Eintrag in der App. Um den Überblick zu behalten, lassen sich Einträge mit Kommentaren versehen. Die App fordert zwar ziemlich penetrant dazu auf, sich anzumelden, doch es geht auch ohne.

Einen Tag später meldet die App: „Ihre Sendung wurde in unserem Logistikzentrum Hannover bearbeitet.“ Und dann nichts mehr. Tage später ergibt ein Anruf: Das Buch ist tatsächlich angekommen. Die App hat sämtliche Informationen zur Sendung bereits gelöscht. Ein Bug, sollte man meinen. Doch im Kleingedruckten steht: „Es erfolgt kein Zustellnachweis.“

Praktischer ist eine weitere Funktion: Man kann einen Code anfordern und – statt einer Briefmarke – handschriftlich auf den Umschlag schreiben. Die Bezahlung funktioniert per PayPal, Kreditkarte, Online-Überweisung oder Portokasse.

Produkt: Post & DHL App

Hersteller: Deutsche Post DHL Group

Preis: Kostenlos (In-App Käufe möglich)

(bsc)