Dokumentation: Das Notfallhandbuch für die Unternehmens-IT

Die IT-Notfalldokumentation muss sich auf ihre ureigensten Aufgaben beschränken. Nur so kann ein Werkzeug entstehen, das im Ernstfall wirklich funktioniert.

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Von
  • Werner Metterhausen
Inhaltsverzeichnis

Wenn ein IT-Leiter oder CIO sich mit dem IT-Notfallhandbuch beschäftigt, gab es im Vorfeld meist ein Audit. Oft stellt der zugehörige Bericht fest, dass die Notfalldokumentation zum Thema veraltet und unvollständig ist. Ausweg aus dieser unangenehmen Situation: Die IT braucht ein ordentliches Notfallhandbuch.

Dessen Zweck ist es, darzustellen, welche präventiven Maßnahmen zum Vermeiden von Serviceunterbrechungen oder Ausfällen der Rechnersysteme existieren und wie man definierte Notfälle bewältigen will. Dabei geht es vor allem um die zentrale IT, also die Dienste eines oder mehrerer Rechenzentren. Zudem muss das Buch die personelle Organisation abbilden und Anleitung dazu geben, wie sie bei einem Notfall agieren soll.

Schwerpunkt Hackerangriff

Wichtig ist, den Begriff "Notfall" vernünftig einzugrenzen. Wer dazu reflexartig eine Suchmaschine bemüht, wird oft mit Angeboten überhäuft, die bestechend einfache Lösungen versprechen und in Beispielen und Musterdokumenten haarsträubende Probleme vorstellen. Wenn dort ernsthaft vorgeschlagen wird, bei einem länger dauernden Stromausfall die zentralen Server auf Notstromdiesel zu legen, dürfen Zweifel aufkommen, ob der Verfasser eines solchen Ratschlags das Thema Rechenzentrumsbetrieb wirklich verstanden hat. Auch wenn etwa ein Brand mit der Anmerkung, dass sich alle Mitarbeiter zu den Sammelplätzen begeben müssen, im IT-Notfallhandbuch angesiedelt wird, sind deutliche Bedenken zur generellen Eignung von Produkt und Berater durchaus angebracht.

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