Dr. K.I. med. - Der Arzt kommt aufs Smartphone

2019 werden Patienten in Deutschland ganz offiziell ihre erste Sprechstunde bei einer künstlichen Intelligenz haben.

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Der Arzt kommt aufs Smartphone

(Bild: Nicole Ginelli)

Von
  • Inge Wünnenberg
  • Douglas Heaven
Inhaltsverzeichnis

Körperliche Beschwerden treten meist zur Unzeit auf. Abends nach dem Sport etwa. Oder der Betroffene wacht nachts mit Schmerzen auf. Aber es ist schwierig und aufwendig, zu diesem Zeitpunkt einen ärztlichen Rat zu erhalten – und Doktor Google ist einfach nicht kompetent.

Das Berliner Start-up Ada Health hatte eine bessere Idee: ein Chatbot, der Symptome abfragt und sich so Schritt für Schritt der Ursache nähert – gar nicht so unähnlich dem ersten Gespräch beim Arzt. "Anschließend informiert Ada den Ratsuchenden über mögliche Ursachen der Beschwerden und empfiehlt gegebenenfalls, einen Arzt zu konsultieren", erklärt Mitgründer Martin Hirsch. Als Grundlage dient die Kenntnis von mehreren Tausend Krankheiten und Symptomen. Die App greift Hirsch zufolge über ihre künstliche Intelligenz auf ein von Ärzten erstelltes umfassendes medizinisches Wissensnetz zu, das ständig aktualisiert wird.

Deutschen Nutzern steht das Angebot zwar seit mehr als einem Jahr zur Verfügung, aber nur im App Store und ohne den Segen der Branche. Nun wird Ada ganz offiziell Teil des deutschen Gesundheitssystems: Die Techniker Krankenkasse (TK) integriert den Symptomchecker in die neue "TK-Doc"-App. Hat der Chatbot seinen Rat gegeben, können die Versicherten das Ergebnis telefonisch, per Mail, aber auch per Text- oder Video-Chat mit einem Mediziner des TK-Ärzte-Zentrums besprechen.

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