Druck auf den App Store: Warum Apple jetzt Regulierung droht

Die Geschäftspraktiken Apples stehen unter Beobachtung der Politik. Nicht nur Epic Games stellt eine Gefahr da, sondern auch die Regierung von Donald Trump.

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Von
  • Christoph Dernbach
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Vom David zum Goliath: Die Zeiten, in denen Apple noch als Herausforderer gegen Microsoft, IBM und andere Tech-Größen angetreten ist, sind längst Geschichte. Bei einem unvorstellbaren Börsenwert von über zwei Billionen Dollar löst inzwischen allein die Größe des iPhone-Konzerns bei vielen Kunden und Partnern Befürchtungen aus. Seit dem August 2019 konnte Apple den Wert seiner Aktien noch einmal verdoppeln, trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten rund um die Corona-Pandemie. Apple hat dennoch ein massives Problem. App-Anbieter wie Epic Games und Spotify werfen dem iPhone-Konzern vor, er nutze brutal seine Marktmacht aus, um Entwickler im App Store abzuzocken. Und diese Vorwürfe stoßen in der großen Politik auf Widerhall. Die möglichen regulatorischen Folgen könnten sich massiv auf das Geschäft von Apple auswirken.

Wie sehr inzwischen Konzern-Chef Tim Cook am Pranger steht, konnte man zuletzt bei der groß angelegten Anhörung des US-Kongresses sehen. Zusammen mit den Tech-Bossen Jeff Bezos (Amazon), Sundar Pichai (Google/Alphabet) und Mark Zuckerberg (Facebook) wurde Cook Ende Juli ins Kreuzverhör genommen. Von den großen Technologie-Konzernchefs wurde nur Satya Nadella von Microsoft verschont und nicht vor den Ausschuss zitiert.

Für Cook war die Anhörung, die er in einer Videokonferenz bestritt, keine Premiere. Bereits im Mai 2013 musste er sich den Fragen der US-Politik stellen. Damals ging es in einer Senatsanhörung in Washington vor allem um die Frage, ob Apple sich systematisch vor Steuerzahlungen drückt. Doch dieses heikle Thema ist zumindest in den USA inzwischen komplett abgeräumt.

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