E-Auto: Daimler plant eigene Antriebe mit mehr Intelligenz für höhere Effizienz

Daimler arbeitet augenscheinlich an der Effizienz seiner E-Autos. Inklusive der Batterien soll die Mercedes-Antriebstechnik komplett im Haus entwickelt werden.

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Studie Mercedes Vision EQXX

Daimler schreibt über die seriennahe Studie Mercedes Vision EQXX: "Radikal neues, von Mercedes-Benz entwickeltes elektrisches Antriebskonzept erreicht einen Benchmark-Wirkungsgrad von 95 Prozent von der Batterie bis zu den Rädern".

(Bild: Daimler)

Von
  • Florian Pillau

Ab 2024 will Daimler den elektrischen Antriebsstrang für kommende EQ-Modelle auf Basis der Plattformen MMA und MB.EA selbst produzieren statt ihn wie bisher von Zulieferern wie ZF (beim Mercedes EQC) oder Valeo Siemens eAutomotive (für den Mercedes EQS) zu beziehen.

Damit will das Unternehmen unter anderem die Effizienz im Fahrzeug weiter verbessern, was ein Thema ist, das mit der seriennahen Studie Mercedes Vision EQXX aktuell auffallend stark beworben wird. Die Elektroantriebe (eATS) will Daimler im Mercedes-Stammwerk Stuttgart Untertürkheim fertigen, wie 2019 mit dem Betriebsrat beschlossen wurde.

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Der Hersteller meint nicht nur Motoren und Getriebe, sondern auch die Energiespeicher. Gegenüber der Automobilwoche sagte Daimler-Entwicklungschef Markus Schäfer "Wir wollen das Gesamtsystem von Elektromotor, Batterie und Leistungselektronik möglichst gut beherrschen, ähnlich wie das beim Verbrennungsmotor der Fall ist".

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Während Daimler beim Aufbau einer Batterieproduktion und der Entwicklung von Feststoffzellen bereits mit Stellantis kooperiert, soll als weiterer Partner künftig der chinesische Batteriespezialist Farasis mit einer eigenen Fabrik dabei sein. Farasis ist bereits seit Mitte 2020 Zulieferer für Daimler.

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Ohne den Elektroantrieb werde die Transformation des Standorts Untertürkheim nicht gelingen, hatte der Betriebsrat gewarnt. Schon 2017 hatte sich Daimler mit ihm darauf verständigt, dort eine Batterieproduktion aufzubauen und ein "Projekthaus" für die Weiterentwicklung des elektrischen Antriebsstrangs den E-Antrieb einzurichten. Später sollen frei werdende Kapazitäten auch in der traditionsreichen Verbrennungsmotorenfertigung am Standort Berlin Marienfelde für die Produktion elektrischer Antriebe genutzt werden.

(fpi)