E-Autos: Daimler entwickelt Feststoff-Batteriezellen mit ProLogium

Mercedes und ProLogium wollen gemeinsam Feststoffbatterien für E-Autos entwickeln. Sie sollen innerhalb der zweiten Hälfte des Jahrzehnts eingeführt werden.

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Die Vorteile der Feststofftechnologie aus Sicht des Herstellers

(Bild: Daimler)

Von
  • Florian Pillau

Mercedes-Benz hat mit ProLogium eine Partnerschaft zur Entwicklung von Feststoffbatterien für Elektroautos vereinbart, wie Daimler heute meldet. Die Partner haben vereinbart, dass die Feststofftechnologie in Mercedes-Benz-Modellen innerhalb der zweiten Hälfte des Jahrzehnts eingeführt werden sollen. Der Stuttgarter Konzern beteiligt sich dabei finanziell mit einem hohen zweistelligen Millionenbetrag am taiwanesischen Batteriespezialisten ProLogium.

Der Autohersteller will bis Ende des Jahrzehnts bereit für eine batterieelektrische Modellpalette sein, "wo es die Marktbedingungen zulassen". Partnerschaften mit führenden Unternehmen im Bereich der Feststofftechnologie sollen daher schnelle Fortschritte in der Batterietechnologie und den Zugang zu den neuesten Technologien abzusichern. Darunter nun auch der Hersteller von Feststoffbatterien, bei dem sich Mercedes-Benz im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft einen Sitz Board of Directors gesichert hat.

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Die Feststofftechnologie soll dem Autohersteller helfen, "Kosten, Skalierbarkeit und Energiedichte im Bereich der Batterien für Elektrofahrzeuge neu zu definieren". Dazu muss ein Festkörperelektrolyt entwickelt werden, der die Verwendung von Materialien mit hoher Speicherkapazität, hoher ionischer Leitfähigkeit und einer höheren chemischen Stabilität ermöglicht. In der gesamten Branche ruht darauf die große Hoffnung, die Reichweite der heutigen konventionellen Li-Ionen-Batteriezellen fast verdoppeln zu können.

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ProLogium ist nicht der einzige Feststoffakku-Spezialist, den Daimler ins Boot holt. Zusammen mit dem Autokonzern Stellantis (Opel, Fiat, Peugeot, Jeep und andere Marken) kooperieren mit dem US-Batteriehersteller Factorial Energy. Auch an ihm werde man sich mit einem "hohen zweistelligen Millionenbetrag in US-Dollar" beteiligen sowie einen Vertreter in das Board of Directors entsenden.

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(fpi)