E-Mobilität: Verkehrsminister Wissing will Hybridfahrzeuge nicht schlechtreden

Auch wenn er voll auf E-Mobilität setzen will, hält Verkehrsminister Wissing den Hybridantrieb noch für nötig beim Umstieg vom Verbrennungs- zum Elektromotor.

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Autos wie der Kia Ceed Sportswagon PHEV fahren thermodynamisch und/oder batterieelektrisch.

(Bild: Kia)

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  • dpa

Bundesverkehrsminister Volker Wissing setzt beim Ausbau der Elektromobilität auch auf Hybridfahrzeuge. Jeder Beitrag zur Reduktion der CO₂-Emissionen im Individualverkehr sei ihm herzlich willkommen, sagte der FDP-Politiker heute bei einer Veranstaltung von Tagesspiegel, Die Zeit, Handelsblatt und Wirtschaftswoche.

Er finde es nicht gut, "wenn wir solche Brückentechnologien wie den Hybrid, die uns helfen, den Umstieg zu schaffen, dass wir die schlecht reden". Es dürfe nicht ein Entweder-Oder geben, sagte der Minister mit Blick auf batterieelektrische Autos. "Gerade bei der individuellen Mobilität brauchen wir eine Vielfalt von Optionen."

Er halte Hybride für "einen sehr wichtigen Beitrag, einen Umstieg auch zu erleichtern vom fossilen Verbrennungsmotor zum Elektromotor". Bei diesen Fahrzeugen gelte es, wo möglich elektrisch zu fahren und möglichst häufig zu laden. Dies könne man inzwischen auch erfassen und auswerten. Es sei zu sehen, dass die E-Reichweite sich erhöhe.

Wissing bekräftigte, dass das öffentliche Netz von Ladesäulen für E-Autos deutlich ausgebaut werden solle. Dabei sei es sinnvoll, dafür neben bewirtschafteten Rastplätzen an Autobahnen zusätzlich auch unbewirtschaftete Parkplätze mit einzubeziehen.

Ziel der Ampel-Koalition sind mindestens 15 Millionen batterieelektrische Pkw bis 2030. Die neue Bundesregierung hat zudem eine Neuausrichtung der Förderung mit Kaufprämien ab 2023 angekündigt. Umweltschützer kritisieren, dass auch Hybride staatlich bezuschusst werden.

(fpi)