E-Tech-Hybridantrieb von Renault: Die neue Multi-Mode

Der E-Tech-Hybridantrieb von Renault fährt je nach Bedarf seriell, parallel oder rein elektrisch – technisch eine der spannendsten Antriebskonzepte.

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E-Tech-Hybridantrieb von Renault: Die neue Multi-Mode

Die Kombination aus einem Benziner und zwei E-Motoren erlaubt 15 Fahrmodi.

(Bild: Renault)

Von
  • Gernot Goppelt
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Es lässt sich passioniert streiten, wie sinnvoll Hybridantriebe sind, aber eines dürfte konsensfähig sein: Sie sollten konsequent darauf optimiert sein, möglichst effektiv mit der verfügbaren Energie umzugehen. Vor einigen Jahren kam die Definition einer neuen Getriebekategorie auf – die DHT oder "Dedicated Hybrid Transmission". Ein Kerngedanke: Wenn man einen Hybridantrieb stark elektrifiziert und die E-Maschine quasi die führende Rolle übernimmt, lässt sich das Antriebssystem mechanisch stark vereinfachen und besser auf geringen Verbrauch optimieren.

Da die Motorspreizung, also sozusagen der sinnvoll nutzbare Drehzahlbereich, bei E-Motoren weitaus größer ist als bei Verbrennern, kann außerdem die Ganganzahl für den Verbrennungsmotor verringert werden. Immer wenn es dynamisch wird, kommt der E-Motor ins Spiel, der Verbrenner trägt nur noch mit vergleichsweise günstigem Wirkungsgrad ins Ziel. Was alle Dedicated Hybrid Transmissions eint: Ohne E-Maschinen funktionieren sie nicht. Sie sind gewissermaßen um die E-Maschinen herum konzipiert.

Ein geradezu klassisches Dedicated Hybrid Transmission steckt im leistungsverzweigten Hybridantrieb von Toyota. Es beherrscht allerdings auch nur diesen einen "Modus", bei der Verbrennungsmotor und zwei E-Maschinen stufenlos über ein Planetengetriebe zusammenspielen. Renault geht bei seinem neuen E-Tech-Antrieb völlig anders vor und kombiniert seriellen mit parallelem Betrieb sowie einen rein verbrennungsmotorischen Antrieb bei schnellerer Konstantfahrt. Der E-Tech-Antrieb soll ab September im Clio verfügbar sein, für später angekündigt sind Captur und Mégane, beide als Plug-in-Hybride.

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