Elektroauto: BMW beendet die Produktion des Elektro-Kleinwagens BMW i3 im Juni

Nach fast neun Jahren stellt BMW die Fertigung seines kompakten E-Autos BMW i3 ein. Ab Juni 2022 sollen die Kunden mit Mini und BMW iX1 vorlieb nehmen.

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BMW i3

Der war anfangs seiner Zeit voraus.

(Bild: BMW)

Von
  • Florian Pillau

Fast neun Jahre nach Erscheinen des Elektroautos BMW i3 stellt BMW die Fertigung des Kleinwagens in Leipzig Ende Juni ein. Das gab der Konzern heute bekannt. Mit dem batterieelektrischen Mini und dem BMW iX1 habe der Konzern in diesem Segment neue Angebote im Programm, hieß es.

BMW hat vom i3 seit September 2013 fast eine Viertelmillion Stück verkauft. Anfangs war die Nachfrage auffallend schwach, was allerdings die meisten Elektroautos dieser Zeit betraf. Der i3 war zudem noch teuer und hatte eine gewöhnungsbedürftig moderne Gestaltung.

Der Wagen bekam Akkus mit größerer Kapazität für größere Reichweiten und einen optionalen Range Extender gegen die Reichweitenangst. Zudem nahm der Hersteller viele BMW i3 (Test) in seine Carsharing-Flotte DriveNow auf, um das Auto besser bekannt zu machen.

Der Kompaktwagen bekommt keinen Nachfolger, aber wachsende Konkurrenz auch aus dem eigenen Haus: Der elektrische Mini aus Oxford ist schon auf dem Markt, der BMW iX1 aus Regensburg kommt Ende des Jahres. In Leipzig will BMW demnächst den Nachfolger des Mini Countryman bauen, auch in einer batterieelektrischen Variante. Erfolgreich wurde der i3 erst gegen Ende seiner Karriere: Vor zwei Wochen berichtete BMW "Der BMW i3 konnte auch in seinem neunten Jahr noch zulegen: Mit 28.216 verkauften Fahrzeugen wurden 5,4 Prozent mehr BMW i3 als im Vorjahr verkauft."

Technisch interessant war der i3 durch den Versuch, das Gewicht der Akkus durch konsequenten Leichtbau zu kompensieren. Dazu hat BMW in die Vollen gegriffen und große Teile der Karosserie aus Kohlefaserlaminat gefertigt. Sowohl der Werkstoff als auch seine Verarbeitung waren zu Beginn der Serienfertigung nur in kleinen Stückzahlen eingesetzt worden, was BMW dazu zwang, eine eigene Kohlefaser-Produktion aufzuziehen. Die Kosten waren erheblich.

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(fpi)