Elektroauto-Neuvorstellung: Nio EC6

Nio bringt mit dem EC6 das erste SUV-Coupé auf den chinesischen Markt und will das Crossover-Modell in rund zwei Jahren wie ES6 und ES8 auch in Europa anbieten.

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Eine weitere Karosserieversion der Nio E-Baureihe kommt auf uns zu.

(Bild: Nio)

Von
  • Stefan Grundhoff

Der Trend zu SUV-Coupés ist auch bei Elektroautos unaufhaltsam. Nach den beiden Elektroautos ES8 und ES6 bringt Nio mit dem EC6 das erste SUV-Coupé auf den chinesischen Markt.

BMW X6, Mercedes GLE (Test) oder Audi Q8 haben offenbar auch wegen ihrer optischen Dominanz großen Erfolg beim Kunden. Da Crossovermodelle in China gleichermaßen begehrt sind und wohl auch im Blick auf einen geplanten weltweiten Export, hat der chinesische Elektroautohersteller Nio auf der Chengdu Motorshow seinen EC6 präsentiert. Die Auslieferungen des dritten Nio-Modells sollen bereits im September beginnen. Dabei ist der EC6 zunächst in den drei Ausstattungsvarianten Sport, Performance und Signature Edition zu bekommen. Das Preisspektrum liegt zwischen 368.000 und 468.000 RMB.

Elektroauto-Neuvorstellung: Nio EC6 (8 Bilder)

Mit dem EC möchte Nio auch die lukrative Nische für Crossover-Modelle bedienen.
(Bild: Nio)

Zum Anfang wird das Auto mit einem 70-kWh-Akkupack erhältlich sein, das 440 Kilometer Reichweite bieten soll. Das 4,85 Meter lange SUV-Coupé wird mit zwei Elektromotoren mit 160 kW vorn und 240 kW hinten und insgesamt bis zu 725 Nm Drehmoment zum Allradler. Damit beschleunigt das über zwei Tonnen schwere Crossover-Modell aus dem Stand in 4,5 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Das Basismodell EC6 Sport ist mit zwei identischen 160-kW-Permanentmagnetmotoren ausgestattet, die das Nio-Coupé immerhin noch in 5,4 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen.

Im Herbst soll für den EC6 ein größeres Batteriepaket mit einer Kapazität von 100 kWh folgen, mit dem sich die Reichweite auf bis zu 615 Kilometer erhöhen soll. Dadurch steigen auch die Preise der drei Varianten auf 426.000, 466.000 und 526.000 RMB.

Wie ES6 und ES8 (Test) hat der Nio EC6 eine Leichtmetallkarosserie. Serienmäßig ist eine Stahlfederung mit variabler Dämpferregelung, auf Wunsch lässt sich der EC6 mit Luftfederung ausstatten. Ein besonderes Ausstattungsmerkmal des Nio EC6 ist das große Panoramaglasdach mit einer Fläche von 2,1 Quadratmetern, das 83 Prozent der Wärme und 99,9 Prozent der UV-Strahlen filtert. Bei einem Radstand von 2,90 Metern ist der Platz zwischen den Achsen durch die Radkästen kaum beengt, das Ladevolumen soll sich durch Umlegen der Rückbank auf bis zu 1405 Liter erweitern lassen.

Der EC6 ist neben weiteren Details unter anderem mit LED-Scheinwerfern, Navigationssystem sowie serienmäßig mit einem Mikrofaser-Dachhimmel und einem Nappaleder-Sportlenkrad ausgestattet. Der EC6 ist mit einer vorinstallierten Fahrerassistenz-Hardware unterwegs, darunter einem Mobileye EyeQ4-Chip und 23 Sensoren. Den Fahrer unterstützen mehr als 20 Assistenzfunktionen, die "over the air" aktualisiert werden können. Dazu gehört auch ein in die Scheibe gespiegeltes Head-up-Display.

Die Bedienung des Nio EC6 erfolgt über zwei digitale Displays, 9,8 Zoll hinter dem Lenkrad und ein 11,3 Zoll großes Cluster in der Mitte der Armaturentafel. Weiterentwickelt wurde der drollige Bedienassistent Nomi Mate 2.0, der mit einem AMOLED-Display auf dem Armaturenbrett ausgestattet ist, während drei neue Düfte den Innenraum des Nio sanft aromatisieren und die Insassen aus zwölf Boxen beschallt werden. Auf Wunsch gibt es für den Beifahrer den bereits aus den Modellen ES8 und ES6 bekannte Loungesessel für Liegefunktion und ausfahrbarer Fußstütze.

Wie ES6 und ES8 soll auch der Nio EC6 in zwei Jahren auf den europäischen Markt kommen.

(fpi)