Energieeffiziente Rechenzentren: CO2-Emissionen der Cloud-Nutzung visualisieren

Cloud-Provider sind daran interessiert, klimaneutraler zu werden. So können Kunden ihren CO2-Fußabdruck in der Cloud abschätzen und optimieren

Lesezeit: 11 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 2 Beiträge
Von
  • Frank Pientka
Inhaltsverzeichnis

Bei der Optimierung sollte man nicht zu früh anfangen, denn schließlich ist sie oft nach Donald Knuth die "Wurzel allen Übels". Trotzdem muss das Energieeffizienzziel gerade bei der Cloud-Nutzung eine frühere und größere Rolle spielen. Mit dem Greenhouse Gas Protocol lassen sich zwar zu den drei Scopes direkte, indirekte und sonstige Emissionen standardisierte Berichte erstellen, es ist jedoch kein verbindlicher und allgemein anerkannter Standard.

Insofern sind die Marketingberichte der Cloud-Anbieter mit Vorsicht zu genießen, da es hier weder eine einfache Vergleichbarkeit noch allgemein anerkannte Standards gibt. Deswegen empfiehlt es sich, selbst geeignete Metriken zu finden, die in den unternehmensweiten Klimabericht einfließen können.

Energieeffiziente Rechenzentren

Der bekannteste Wert zum Ermitteln der Energieeffizienz ist die PUE (Power Usage Effectiveness). Ihn hat die Green Grid Initiative 2007 eingeführt und die ISO 2016 als ISO/IEC 30134-2:2016 veröffentlicht. Er teilt den Gesamtverbrauch des RZ durch den des IT-Equipments und gibt damit an, welchen Anteil die RZ-Infrastruktur wie Kühlung und unterbrechungsfreie Stromversorgung am Energieverbrauch hat. Im Idealfall ist die PUE = 1, dann nämlich fließt der gesamte RZ-Strom in die IT, und die Infrastruktur hätte keinen Anteil daran. Leider sagt die PUE nichts über die Effizienz und die Auslastung des IT-Equipments aus.