Erfolgreich im Homeoffice arbeiten

Aufgrund des Coronavirus arbeiten jetzt mehr Menschen im Homeoffice. Die Arbeit zu Hause ist für viele noch ungewohnt und führt zu neuen Herausforderungen.

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(Bild: Aleksey Boyko/Shutterstock.com)

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Seit einigen Jahren bieten viele Unternehmen ihren Angestellten die Möglichkeit, zumindest gelegentlich im Homeoffice zu arbeiten. Mitarbeiter schätzen die zeitliche und räumliche Flexibilität, zum Beispiel bei Arztterminen oder zur Kinderbetreuung. Dennoch wird in vielen Unternehmen Homeoffice bislang meist nur tageweise genutzt und akzeptiert.

Die Autoren arbeiten seit zwei Jahren ausschließlich im Home Office und geben Tipps, wie die Arbeit durch geeignete Methoden und Kommunikationstechniken im Homeoffice produktiv wird und langfristig motiviert.

Als Vorsichtsmaßnahmen zur Verhinderung der Ansteckung und der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus arbeiten nun Menschen für mehrere Wochen ausschließlich im Homeoffice. Die Situation ist für viele ungewohnt und erfordert neue Methoden des Zusammenarbeitens – und der Entwicklung einer entsprechenden Arbeits- und Vertrauenskultur. Richtig angewendet lässt sich im Homeoffice sogar eine bessere Kommunikation erreichen als im Großraumbüro.

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Um überhaupt im Homeoffice arbeiten zu dürfen, lockern viele Unternehmen nun firmeninterne Regeln zur Heim- und Telearbeit. Eventuelle Verbote und Einschränkungen entfallen. Zudem müssen die relevanten Informationen und Unterlagen elektronisch vorliegen und Prozesse digitalisiert sein. Wenn wichtige Unterlagen nur im Aktenordner abgeheftet sind, ist eine dauerhafte Arbeit im Homeoffice nicht effizient möglich. Bisherige Investitionen in Digitalisierung zahlen sich damit nun zusätzlich aus.

Zunächst einmal ist ein geeigneter Arbeitsplatz in der eigenen Wohnung notwendig. Das muss man sich – im aktuell ohnehin angespannten Wohnungsmarkt – überhaupt erst leisten können. Ein eigenes Arbeitszimmer ist jedoch auf jeden Fall hilfreich, zum einen um Geräusche, zum Beispiel von den Kindern, in der Wohnung zu minimieren, aber auch um eine klare Trennung zwischen Arbeitsumgebung und Freizeit zu schaffen. Das Ziel dabei ist, Ablenkungsquellen so gut wie möglich zu eliminieren. Nach Feierabend lässt sich die Tür zum Büro beziehungsweise zur Arbeit aber auch einfach schließen – auch mental.

Der Arbeitsplatz muss den ergonomischen Anforderungen gerecht werden – und der Arbeitgeber muss das auch im Homeoffice gewährleisten. Dazu gehören neben dem möglichst höhenverstellbaren Schreibtisch ein geeigneter Bürostuhl und ein großer Monitor.

Zur technischen Infrastruktur gehört ein Laptop, von dem aus sich auf alle relevanten Anwendungen und Daten zugreifen lässt, beispielsweise über ein VPN. Für Videokonferenzen ist die Upload-Geschwindigkeit wichtig, die möglichst über 10 MBit/s liegen sollte.