Erste Hilfe für gewässerte Festplatten, Sticks und Speicherkarten

Untergegangene Datenträger müssen nicht gleich in den Müll. Auch Speichermedien aus Schlammmassen der Flutkatastrophe in Westdeutschland können gerettet werden.

Lesezeit: 9 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 12 Beiträge

Ein so verschlammtes Notebook ist kaum noch zu retten. Die Daten der SSD lassen sich jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit auslesen.

(Bild: Dirk Weil, privat)

Von
  • Lutz Labs
Inhaltsverzeichnis

Der Lagerplatz für alte Notebooks und PCs sowie die IT-Restbestände aus ausgemusterten Rechnern ist in vielen Fällen der Keller – der bei Starkregen potenziell überflutet werden kann. So wurden vor einigen Wochen die Untergeschosse vieler Häuser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz überschwemmt. In einigen Gebieten stand das Wasser sogar bis zu den Fenstern der ersten Obergeschosse und erreichte damit auch das aktuell benutzte IT-Equipment.

Defekte Netzteile, Grafikkarten, Mainboards oder Monitore sind ärgerlich, unersetzlich hingegen sind oft die Daten auf Festplatten, SSD, USB-Sticks und Speicherkarten. Wer kein trockenes Backup hat, muss versuchen, die Daten vom nassen Datenträger herunterzuholen. Zum Glück klappt das in vielen Fällen erstaunlich gut.

Zuallererst steht der Kauf eines neuen Mediums an, auf dem genügend freier Speicherplatz für die Daten sein sollte. Denn auch wenn man die durchnässten Datenträger noch einmal dazu bringen kann, ihre Daten herzugeben: Für den produktiven Einsatz sollte man sie nicht mehr hernehmen, sondern sie nach der Datenrettung fachgerecht entsorgen. Die Gefahr, dass durchfeuchtete Platinen auf Dauer etwa zu Haarrissen in den Leiterbahnen führen und damit erneut ein Datenverlust ins Haus steht, ist viel zu groß.