Evum aCar: Das E-Nutzfahrzeug geht in den Verkauf

Der batterieelektrische Kleintransporter aCar kommt zunächst ist einer limitierten, gut ausgestatteten Ausgabe auf den Markt.

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Evum acar: Das Elektro-Nutzfahrzeug ist nun bestellbar

Evum Motors beginnt mit dem Verkauf seines batterieelektrisches Nutzfahrzeugs aCar.

(Bild: Evum)

Von
  • Florian Pillau

Evum Motors wurde von der TU München ausgegründet, um ein einfach aufgebautes batterieelektrisches Nutzfahrzeug zu entwickeln und zu vermarkten. Ab Dienstag (16. Juni 2020) ist bei Evum das aCar im Verkauf, nachdem bereits ab September 2019 Vorbestellungen aufgenommen worden waren.

Evum acar: Das Elektro-Nutzfahrzeug ist nun bestellbar (5 Bilder)

Evum Motors hat sein kompaktes Elektro-Allradfahrzeug für Land- und Forstwirtschaft, aber auch für den Einsatz als Geräteträger für kommunale Anwendungen zugeschnitten.
(Bild: Evum)

Der Verkauf beginnt mit der limitierten Edition „First Mover“. Diese Sonderausgabe mit größerer Batterie von 16,5 kWh (als Standard wird eine Batterie mit 12 kWh und eine Reichweite bis zu 100 km angegeben), Arbeits- und Nebelscheinwerfer, 230-V-Versorgung für Arbeitsgeräte, Schnellladefähigkeit und Anhängekupplung wurde vergangenes Jahr mit 39.900 Euro netto veranschlagt, während der Preis die Basisversion des aCar von 28.900 auf zuletzt 29.900 Euro gestiegen war. Die Endpreise für die ab Dienstag auf der Website von Evum bestellbaren Fahrzeuge sind noch nicht bekannt.

Zum Teil lässt sich der Preisanstieg damit begründen, dass das aCar noch spät im Entwicklungsprozess auf die Fahrzeugklasse N1 (3,5 Tonnen) umkonstruiert wurde. Damit sollten die Kunden in den Genuss der Kaufprämien des „Förderprogramms Elektromobilität“ der Bundesregierung kommen können, Sonderabschreibungen nutzen, das Fahrzeug aber noch mit dem Pkw-Führerschein fahren können.

Der Elektro-Allradantrieb arbeitet mit zwei je 10 kW leistenden Motoren und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h. Das modulare Batteriekonzept (48V, Lithium-Ionen) erlaubt verschiedenen Reichweiten bis zu 200 km. Kompakt konstruiert mit einer Breite von unter 1,50 Metern, vier Meter lang und zwei Meter hoch ist es beispielsweise auf Gehsteigen, zwischen Lagerregalen und Weinstöcken einsetzbar.

Die Aufbauvarianten sind Pritsche, Kipper, Kasten- oder Planwagen. Das aCar bietet eine Nutzlast von 1000 kg, der Rahmen erlaubt die Aufnahme von Anbauteilen wie einer Kehrmaschine oder eines Räumschilds mithilfe des universellen „Kommunaldreiecks“. Eine Winde und eine Anhängekupplung bietet Evum als Zubehör an.

Ganz vorn im Lastenheft stand zu Beginn des „Projekts aCar“ der Einsatz als robustes Allzweckfahrzeug in Entwicklungs- und Schwellenländern. Dort sollte es dank lokaler Photovoltaik netzunabhängig geladen und fast vollständig mit einfacher Ausrüstung repariert und gewartet werden können. An eine Produktion im Ausland wird immer noch gedacht, doch vorerst baut Evum das aCar nur für den europäischen Markt im niederbayerischen Bayerbach bei Ergoldsbach.

(fpi)