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Facebook, YouTube & Co.: Wie Social-Media-Mechanismen Propaganda begünstigen

Soziale Netzwerke sind mittlerweile wichtige Nachrichtenmedien. Das macht sie zu perfekten Erfüllungsgehilfen für Propaganda und Desinformation.

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Inhaltsverzeichnis

Wenn es um die Verbreitung von Falschnachrichten und Hetze geht, sind Plattformen wie Facebook, Twitter und YouTube die erste Adresse. Im Kampf gegen Desinformation setzen deren Betreiber auf KI-Verfahren, die irgendwann alle Probleme lösen sollen. Doch die Wurzel des Übels liegt im System – dessen Schwächen extremistische Gruppen und autoritäre Staaten gezielt ausnutzen. Ihre Kampagnen werden immer subtiler und raffinierter.

Statt Falschnachrichten zu erfinden, instrumentalisieren sie zum Beispiel aufwühlende wahre Meldungen, um Gerüchte zu verbreiten, Misstrauen zu schüren und über die Nationalität von Straftätern zu spekulieren. Solche Nachrichten erobern die vorderen Ränge von Twitter, Facebook und YouTube nicht immer zufällig, sondern werden von den jeweiligen Interessengruppen und eigens dafür gezüchteten Fake-Accounts gezielt nach oben gespült.

Fakes entlarven

Wie stark sich die Relevanz ein und derselben Meldung zwischen sozialen und klassischen Medien unterscheiden kann, verdeutlicht ein aktuelles Beispiel: Eine Familientragödie führte am 7.11.2019 die YouTube-Nachrichtentrends in Deutschland an – auf der Herkunftsseite Welt.de hingegen rangierte die Meldung weit unten in der Panoramarubrik. Das zugehörige Forum ist wegen des "hohen Aufkommens unsachlicher und beleidigender Beiträge" gesperrt.

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