Familien-Hybrid: Toyota bringt Highlander nach Europa

Das SUV-Modell Toyota Highlander soll ab 2021 auch in Europa erhältlich sein. Dann aber nur mit dem Allrad-Hybridantrieb.

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Toyota Highlander in der US-Version

(Bild: Toyota)

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Vielleicht wegen der nicht enden wollenden Nachfrage nach SUV hat Toyota beschlossen, seinen Siebensitzer Highlander 2021 auch in Europa anzubieten. Das Auto könnte aber auch dazu gedacht sein, die Nachfrage nach familientauglichen Hybridmodellen zu stillen. Als einzige Motorisierung soll zunächst das Modell mit Hybrid-Allradantrieb erhältlich sein.

Auf 4,95 Meter soll der Highlander mit einem variablen Raumkonzept und wahlweise bis zu sieben Sitzplätzen sowie 658 bis 1909 Liter Lade-Volumen überzeugen. Das ist etwas weniger als bei den Modellen mit Ottomotoren, weil die Akkus unter der Ladefläche liegen. Der Raum für die Passagiere soll aber gleich groß sein. Eine hohe Anhängelast ist bei Toyotas Hybridmodellen nicht immer gegeben, der Toyota C-HR beispielsweise bietet mit Ottomotor 1300 kg, als Hybrid aber nur 725. Beim Highlander hingegen beträgt sie immerhin zwei Tonnen.

Toyota Highlander Familienhybrid (6 Bilder)

Der Toyota Highlander kommt als Familienhybrid im angesagten SUV-Stil mit elektrischem Allradantrieb nach Europa.
(Bild: Toyota)

Der Toyota Highlander Hybrid wird Toyotas SUV-Angebot ab 2021 nach oben, der kleine Toyota Yaris Cross nach unten flankieren. Dazwischen der seit 1994 über diverse Generationen beliebte Kompakt-SUV Toyota RAV4 (Test - als Hybrid) und der formal ziemlich extrem geratene, kleinere Toyota C-HR (Test) mit seinen bescheidenen 358 Liter Kofferraum.

Der Hybridantrieb des Highlander ist die Kombination aus dem eigens dafür entwickelten 2,5-Liter-Ottomotor mit zwei E-Maschinen und einem Elektromotor an der Hinterachse für den Allradantrieb. In den USA steht das Modell mit einer Systemleistung von 243 PS und einem Verbrauch von 6,9 l/100 km im Katalog. Das Hybrid-Allradsystem mit elektrisch angetriebenen Sekundärachse ist bereits aus Toyota Prius und RAV4 bekannt. Es heißt bei Toyota AWD-i und verteilt die Antriebskräfte je nach Fahrsituation und Traktionsanforderung zwischen vorn und hinten stufenlos.

Offenbar soll der Antrieb sogar eine gewisse Geländefähigkeit unterstützen, Toyota spricht in einer ersten Ankündigung immerhin von "unbefestigten Wegen" und "erhöhter Bodenfreiheit". Bei einem Fahrzeug, das im Hinblick auf die US-Märkte entwickelt wurde, ist das auch nicht völlig unwahrscheinlich. Die 18 bis 20 Zoll großen Leichtmetallfelgen allerdings sind für eine vernünftige Traktionsbereifung zu groß. Die überwiegende Mehrheit wird den Highlander aber ohnehin viel eher und ohne weitere Hintergedanken als flexiblen Familien-Hybrid sehen. Denn vergleichbar große Fahrzeuge mit Hybridtechnik auf dem Niveau des Toyota HSD ("Hybrid Synergy Drive") gibt es nicht.