Formel 1: Sainz fährt ab 2021 für Ferrari

Ferrari hat heute seine Fahrer für die Formel 1 Saison 2021 bekannt gegeben. Das hat weitreichende Folgen.

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Carlo Sainz fährt seit 2015 in der Formel 1. Die vergangene Saison war seine bislang erfolgreichste. Er belegte Platz sechs in der Fahrer-WM.

(Bild: Renault)

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An der Seite von Charles Leclerc wird ab dem nächsten Jahr Carlo Sainz jr. Fahren. Die Hinweise auf Sainz als zweiten Fahrer bei Ferrari hatten sich schon in den vergangenen Tagen verdichtet. Die heutige Bestätigung ist dennoch überraschend, denn einerseits wird damit deutlich, dass der Bruch zwischen Sebastian Vettel und Ferrari nicht erst in dieser Woche vollzogen wurde. Die Gespräche mit Sainz dürften schon länger geführt worden sein. Ein solcher Vertrag kommt normalerweise nicht innerhalb von ein paar Tagen zustande.

Eine solche Personalie in der obersten Liga der Formel 1 zieht in der Regel eine Reihe von Bewegungen nach sich. So ist sie beispielsweise für die anstehende Vertragsdiskussion bei Mercedes von entscheidender Bedeutung. Für die Personalabteilung von Mercedes hätte es nicht besser laufen können, für die Fahrer, deren Verträge zum Jahresende auslaufen, kaum schlechter. Weltmeister Lewis Hamilton kann nun nicht mehr mit einem Wechsel zu den Italienern drohen und seinen Forderungen halbwegs glaubhaft Flügel verleihen. Sein Teamkollege Valtteri Bottas hat nun einen ernsthaften Konkurrenten auf dem Fahrermarkt, denn verschiedene Quelle berichten, dass Vettel sich für ein Cockpit bei Mercedes interessiert. Die Frage ist, ob Lewis Hamilton, dessen Stimme bei dieser Frage durchaus ein gewisses Gewicht hat, das akzeptieren würde.

Für Vettel haben sich dagegen heute die Türen zu einem potentiell attraktiven Arbeitsplatz geschlossen. Denn McLaren hat heute ebenfalls seine Fahrer für die kommende Saison bekanntgegen. Daniel Ricciardo wechselt von Renault zu McLaren, Lando Norris sein neuer Teamkollege. Blieben als Optionen eine Rückkehr zu Red Bull oder ein Wechsel zu Renault. Letzteres erscheint unwahrscheinlich, denn Vettel fährt nicht um des Fahrens willen, sondern um Siege und die Weltmeisterschaft. Das kann Renault derzeit nicht bieten. Gegen eine Rückkehr zu Red Bull spricht Max Verstappen: Eine schlechte Saison neben Max Verstappen wäre keine Schande, würde aber den Marktwert von Vettel nicht steigern. So spricht vieles dafür, dass Vettel entweder bei Mercedes andocken kann oder seine Karriere beendet.

(mfz)