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Fotografie und Realität: Das Spiel mit der menschlichen Wahrnehmung

Von Fotografie erwarten wir Authentizität. Doch bestimmte Faktoren beeinflussen unsere Wahrnehmung. Das können Fotografen gezielt für die Bildaussage nutzen.

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(Bild: Orlando Florin Rosu – stock.adobe.com)

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Seit ihrer Erfindung gilt die Fotografie als glaubhafter Beweis für etwas real Dagewesenes. Doch Fotografie hat viel mit Wahrnehmung zu tun. Diese ist immer eine subjektive Interpretation unterschiedlichster Sinneseindrücke, wie Geräusche, Gerüche, Gefühle und andere Körperempfindungen. Unser Gehirn bezieht sie im Alltag ganz selbstverständlich bei der Einordnung eines Geschehens ein. Vieles um uns herum registrieren wir jedoch überhaupt nicht. Anderes nehmen wir zwar irgendwie noch wahr, aber es wird vom Gehirn frühzeitig als unbrauchbar eingestuft.

Mit dem Wissen um die Gesetzmäßigkeiten der menschlichen Wahrnehmung erhalten Sie ein wertvolles Gestaltungselement, mit dem Sie die Bildwirkung Ihrer Fotos wesentlich verbessern und die Aussage steuern können.

Schon mit der Festlegung der Perspektive werden Sichtweisen aus einem anderen, möglicherweise aufschlussreicheren Blickwinkel ausgeschlossen. Und letztlich gibt ein Foto auch immer nur einen Moment wieder. Anders als bei einem Film gibt es kein Vorher und kein Nachher. Ein "authentisches Foto" ist demzufolge reines Wunschdenken.

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