Foxconn und Fisker kündigen Elektroauto mit neuem Geschäftsmodell an

Das für 2023 geplante E-Auto soll viel billiger sein als der aktuelle Fisker Ocean. Seine Funktionen sollen je Leasing immer wieder neu verkauft werden.

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Der Fisker Ocean soll auf der Magna-Plattform FM29 basieren.

(Bild: Fisker)

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  • dpa

Der Apple-Auftragsfertiger Foxconn und die Elektroauto-Firma Fisker peilen mit ihrem gemeinsam entwickelten Fahrzeug ein günstigeres Preissegment an, das auch viele große Hersteller im Blick haben. Das für 2023 angekündigte Modell werde deutlich weniger kosten als der Erstling Fisker Ocean, der ab 37.500 Dollar verkauft wird, sagte Firmenchef Henrik Fisker nach Vorlage aktueller Quartalszahlen am Donnerstagabend. Foxconn baut gerade seine Aktivitäten in der Autoindustrie stark aus. Das Modell Ocean baut Fisker auf Basis der Plattform FM29 des Auto-Auftragsfertigers Magna.

Henrik Fisker beschrieb in einer Telefonkonferenz mit Analysten auch, wie das Unternehmen Geld über den Verkauf der Autos hinaus verdienen will. Dazu gehört das Angebot zusätzlicher Funktionen – die man beim Leasing auch mehrfach pro Auto verkaufen könne. Fisker rechnet damit, dass ein Auto über die Lebenszeit von 12 bis 15 Jahren im Leasing-Modell bis zu zehn verschiedene Halter haben werde. Beim Wechsel werde der Wagen zurückgesetzt – so dass der nächste Leasing-Kunde für die Funktion erneut bezahlen müsse.

Fisker Ocean (23 Bilder)

Als "Luxus-SUV" bezeichnet Fisker seinen Ocean.
(Bild: Fisker)

Fisker will mit der Produktion seines ersten Modells Ocean Ende 2022 beginnen. Bisher gibt es rund 12.500 Reservierungen dafür. Vom zweiten Modell sollen gemeinsam mit Foxconn rund 250.000 Fahrzeuge jährlich gebaut werden. Das vergangene Quartal schloss Fisker mit einem Verlust von zwölf Millionen Dollar (9,9 Mio Euro) ab, das Unternehmen erwirtschaftet noch keinen Umsatz.

(fpi)