Elektroautos: GM und Honda kooperieren

Auf Basis der EV-Plattform von GM soll Honda Autos entwickeln. Geplanter Verkaufsbeginn der batterieelektrischen Honda-Modelle ist 2024.

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Das bei GM unter dem Namen "Ultium" laufende Batterieformat erlaubt einen modularen Aufbau.

(Bild: General Motors)

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General Motors (GM) und Honda haben vereinbart, gemeinsam zwei batterieelektrische Autos für Honda neu zu entwickeln. Sie sollen auf der weltweiten EV-Plattform von GM basieren, für die GM eigene Batterien fertigen lässt. Das bei GM unter dem Namen "Ultium" laufende Batterieformat ermöglicht einen modularen Aufbau mit Batteriegrößen zwischen 50 und 200 kWh.

Karosserie- und Interieurgestaltung der neuen Elektrofahrzeuge soll exklusiv von Honda kommen, heißt es in einer Mitteilung. Die Fahrwerkskonstruktion soll vollumfänglich das bei Honda markenübliche Fahrverhalten unterstützen. Vereinbart wurde auch, Honda die Sicherheitsdienste OnStar von GM in die Elektrofahrzeuge übernehmen und diese nahtlos in HondaLink integrieren zu lassen.

GM und Honda kooperieren beim E-Auto (4 Bilder)

Erst am 4. März 2020 enthüllte GM seine neue Plattform mit dem Ultium Batteriesystem im Design Dome des GM Tech Center Campus in Warren, Michigan.  (Bild: Steve Fecht/General Motors)

Darüber hinaus plant Honda, die Fahrerassistententechnik von GM zur Verfügung zu stellen. Produktion und Entwicklung der Honda-EV soll in GM-Werken in den USA gebündelt werden. Der Verkaufsbeginn für die USA und Kanada ist für das Modelljahr 2024 geplant.

GM und Honda arbeiten bei der Elektrifizierung schon länger projektbezogen zusammen. So wurden bereits Brennstoffzellen in Kooperation entwickelt. Anfang 2020 stellten GM und Honda in San Francisco den Cruise Origin vor, ein autonom fahrendes Elektroauto fürs Carsharing. Honda war zudem bereits ab 2018 bei der Entwicklung von GMs Ultium-Batteriemodulen beteiligt.

Rick Schostek, Executive Vice President der US-amerikanischen Honda Motor Co., Inc. erhofft sich von der Kooperation, dass "mithilfe kombinierter Skaleneffekte und Produktionseffizienzen letztendlich ein Mehrwert für den Kunden entsteht". Dazu gehöre auch die Reduzierung der Treibhausgasemissionen, wozu er einen Ausbau der Partnerschaft nicht ausschließt. Doug Parks, zuständig bei GM für globale Produktentwicklung, erklärt, die Vereinbarung baue auf der erfolgreichen Beziehung zu Honda und den "Möglichkeiten unserer Ultium-Batterien" auf.

(fpi)