Gaming und Kognition: Spiele wie Elden Ring sind Booster fürs Ego

From Software ist bekannt für schwierige Spiele. Trotzdem verkaufen sie sich enorm. Über Herausforderungen für das Gehirn und ein Spielen ohne Bevormundung.

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Elden Ring ist ein knüppelhartes Abenteuer in einer Dark-Fantasy-Welt. Wer das Ende des Spiels sehen will, braucht viel Geduld und Frustvermögen., Screenshot: From Software

Elden Ring ist ein knüppelhartes Abenteuer in einer Dark-Fantasy-Welt. Wer das Ende des Spiels sehen will, braucht viel Geduld und Frustvermögen.

(Bild: Screenshot: From Software)

Von
  • Matthias Kreienbrink
Inhaltsverzeichnis

15 Millionen verkaufte Exemplare dürften es inzwischen sein – von einem Spiel, das eigentlich viel zu schwer für den Mainstream ist. Für Spieler und Spielerinnen, die es eigentlich gewohnt sind, dass ein Game sie an die Hand nimmt und ihnen den Weg weist: "Diese Gegner sind noch zu schwer für dich. Dieser Marker zeigt dir den Weg an. Und wenn dir das doch alles zu kompliziert wird, stell einfach den Schwierigkeitsgrad nach unten."

All das macht "Elden Ring" nicht: Das in einer Dark-Fantasy-Welt eingebettete Setting ist rau, eine Schwierigkeitseinstellung gibt es nicht. Weder sind Missionen auf der Karte eingezeichnet noch gibt es so etwas wie ein Logbuch für Quests und Aufgaben. Fast alles müssen sich die Spielerinnen und Spieler selbst erarbeiten.

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Wer keine guten Reflexe hat, keine ausgeprägte Geduld, wer körperlich eingeschränkt ist oder schlicht die Zeit nicht hat, sich etliche Male dem gleichen Gegner zu stellen, der wird gar nicht erst zu dem Spiel greifen – oder es schnell wieder zur Seite legen. Denn in Elden Ring gewinnen nur die, die sich jede Bewegung eines Gegners einprägen und dann blitzschnell darauf reagieren.