CRISPR: Wie die Genschere Schweine immun macht

Mit Hilfe der CRISPR-Technik werden Nutztiere resistent gegen Krankheiten gemacht. Die Ergebnisse sind vielversprechend, aber die Technologie bleibt umstritten.

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(Bild: Selman Design)

Von
  • Antonio Regalado
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Als Covid-19 begann, um die Welt zu rasen, schlossen viele Länder die Geschäfte, die nichts lebensnotwendiges verkaufen und sagten ihren Bürgern, sie sollten zu Hause bleiben – sie dachten, das würde ausreichen, um das Coronavirus zu stoppen. Hätten wir allerdings den Schweinen mehr Aufmerksamkeit geschenkt, hätten wir es vielleicht besser gewusst. Geht es um die Bekämpfung von durch die Luft übertragenen Viren, sagt Bill Christianson, „glaube ich, dass wir uns selbst in Bezug auf unsere Effektivität etwas vormachen.“

Christianson ist nicht nur Epidemiologe und Tierarzt. Er leitet auch ein Unternehmen namens Pig Improvement Company in Hendersonville, Tennessee. Das Unternehmen, das primär hochwertige „Elite-Zuchtsauen“ verkauft, hat sich zum Ziel gesetzt, eine besonders tückische Viruserkrankung von Schweinen zu bekämpfen, mit der die Schweineindustrie weltweit seit über 30 Jahren kämpft: dem Porcine Reproductive and Respiratory Syndrom (PRRS).

Der Erreger verursacht eine Krankheit mit einem auffälligen Symptom: blauen Ohren. Als sie in den 1980er-Jahren zum ersten Mal auftrat, wurde sie einfach „mysteriöse Schweinekrankheit“ genannt. Das Virus befällt die Atemwege, hat aber für Züchter noch weit schlimmere Auswirkungen: Sobald eine Sau mit PRRS infiziert ist, kann sie Fehlgeburten haben oder tote, verschrumpelte Ferkel zur Welt bringen.

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