Gesundheit: Macht 5G krank?

Mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G rücken die Funkmasten näher an die Menschen als je zuvor. Doch gibt es eine Gesundheitsgefahr?

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Die Bundesregierung will den Ausbau des schnellen Mobilfunks in der Fläche und entlang von Verkehrswegen voranbringen - auch mit staatlicher Hilfe.

(Bild: dpa, Stefan Sauer/zb/dpa)

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Vergangenen März startete das Rennen um die 5G-Lizenzen für Deutschland. 52 Tage später war der Bundeshaushalt um 6,6 Milliarden Euro reicher. So viel hatten sich die vier führenden Handyanbieter den Zugriff auf den neuen Mobilfunkstandard kosten lassen. Für die deutschen Marktführer ist es ein Versprechen auf eine rosige Zukunft: Bei 5G liegen die Datenraten bis zu 100-mal höher als beim aktuellen LTE-Standard, die Übertragung ist fast in Echtzeit möglich und liefert so eine Voraussetzung für die ganz große Vernetzung: intelligente Hausgeräte, autonom fahrende Autos, ferngesteuerte Operationen.

Und was bedeutet es für die Gesundheit der Menschen? Seit es Handys gibt, läuft auch die Debatte darüber, wie gefährlich die elektromagnetische Strahlung von Handys und den dazugehörigen Funkmasten ist. Nie konnten Forscher oder Mediziner schlüssige Beweise für ein Gesundheitsrisiko finden. Schließlich geht es um Strahlung, die viel energieärmer ist als andere elektromagnetische Strahlung, etwa aus Licht- oder Wärmequellen.

Trotzdem tauchen die Bedenken mit jedem neuen Mobilfunkstandard wieder auf. So auch diesmal: Rund 300 Wissenschaftler und Ärzte haben gerade eine Petition an die EU geschrieben und verlangen ein Moratorium des Ausbaus. Zu den Unterzeichnern gehören vor allem Wissenschaftler, die als Kritiker von Handystrahlung bekannt sind, wie der emeritierte Neurophysiologe Karl Hecht von der Berliner Charité. Und Forscher, die selbst seit Jahren möglichen schädlichen Wirkungen von Mobilfunk nachgehen, wie der US-Krebsforscher Javad Mortazavi. In der Westschweiz haben einige Kantone sogar bereits ein Moratorium gegen den Bau weiterer 5G-Antennen erlassen.

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