Gleichstrom-Netz und Senkrechtstarter: Alte Ideen, neu gedacht

Viele Innovationen aus der Vergangenheit liegen ungenutzt in der Schublade. Neue Ansätze zeigen, wie sie sich doch noch verwenden lassen.

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Die chinesische Firma EHang arbeitet an der Entwicklung von Lufttaxen.

(Bild: EHang)

Von
  • Karl-Gerhard Haas
  • Thomas Reintjes
Inhaltsverzeichnis

Wissenschaftliche Erkenntnisse müssen nicht in neue Produkte oder direkte Umsetzungen einfließen. Manchmal sind Innovationen auch einfach zu früh dran. Technology Review zeigt zwei Beispiele, die jetzt erst wieder in Angriff genommen werden.

Im legendären Stromkrieg in den USA gewann Ende des 19. Jahrhunderts Wechselstrom gegen Gleichstrom. Aber kein Sieg währt ewig.

Ein grauer, wolkenverhangener Novembertag im Jahr 2007. Mitten in Manhattan, an der East 40th Street nahe der Fifth Avenue, durchtrennt ein Mitarbeiter des Stromanbieters Consolidated Edison, kurz ConEd, ein altes, dickes Kupferkabel mit Gummiummantelung. Das Kabel ist Teil des letzten Gleichstromnetzes, das in New York noch in Betrieb war. Es versorgte die paar wenigen Kunden, die in ihren Gebäuden noch Gleichstrom-Pumpen, -Aufzüge oder -Beleuchtungsanlagen installiert hatten, etwa Theater am Broadway. Fortan gibt es auch für sie nur noch Wechselstrom. Damit ist der sogenannte Stromkrieg beendet, der unweit von hier rund 120 Jahre zuvor begonnen hatte.

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