Grundwissen zum 4G-Mobilfunknetz: Datenturbo statt Schneckeninternet

Auch wenn alte Geräte noch funktionieren, ist LTE heute nicht mehr so, wie es einst war. Mit unseren Tipps verbessern Sie ihre Verbindung.

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(Bild: Cellmapper / OpenStreetMap)

Von
  • Andrijan Möcker
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Die vierte Mobilfunkgeneration LTE (Long-Term Evolution, 4G) ist das Grundgerüst schneller mobiler und auch vieler stationärer Internetverbindungen weltweit. Ähnlich wie UMTS (3G, WCDMA) mit HSDPA und HSUPA (HSPA) hat LTE seit seiner Einführung weitere Entwicklungsschritte gemacht, die die verfügbare Bandbreite erhöhen und damit die Kapazität, die allen Nutzern zur Verfügung steht. Diese neuen Fähigkeiten können den Unterschied zwischen Datenraten im niedrigen ein- bis zweistelligen Mbit-Bereich und mehreren hundert Megabit pro Sekunde bedeuten – in derselben Mobilfunkzelle (Basisstation).

Die schön aussehenden "bis zu [...] Mbit/s"-Werte aus der Werbung erreicht man in der Praxis sehr selten. Denn anders, als mancher Smartphonehersteller oder Netzbetreiber gerne suggeriert, steht jedem Gerät nur ein Stück vom Bandbreitenkuchen zur Verfügung, den eine Basisstation bietet. Durch Signaldämpfung geht weitere Bandbreite verloren. So bekommt man im Idealfall rund 90 Prozent der beworbenen Werte und auch nur, wenn man eine Zelle allein für sich hat, also etwa in Nachtstunden.

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Um flott unterwegs zu sein oder in stark ausgelasteten Mobilfunkzellen – etwa mit dem Handy auf einem Konzert – ein brauchbares Stück vom Bandbreitenkuchen abzubekommen, müssen Sie beim Smartphone- oder Routerkauf genau ins Datenblatt schauen.