Günstige Wärmepumpen-Alternativen: Split-Klima zum Heizen & Kühlen und Co.

Wärmepumpen-Zentralheizungen mit Förderung sind teuer und derzeit schwer zu bekommen. Wir diskutieren dezentrale Alternativen.

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(Bild: Butsaya/Shutterstock.com)

Von
  • Clemens Gleich
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Max Viessmann, der Chef des größten deutschen Heizungsherstellers, hat in einem Interview mit dem Handelsblatt den Flaschenhals der geplanten Energiewende im Gebäudesektor klar benannt: Es gibt nicht genügend Heizungsbauer, und es wollen immer weniger junge Leute diesen Handwerksberuf ergreifen.

Heizkosten senken

Einen Vorgeschmack auf die Zukunft gab der Beginn des Ukrainekriegs mit einem Run auf nachrüstbare Wärmepumpen-Installationen (Ratgeber), als die Endkunden sich schlagartig en masse von Gas oder Öl lösen wollten. Die Auftragsbücher sind gestopft voll, Lücken entstehen nur dort, wo die weltweiten Lieferschwierigkeiten sie reißen. Angesichts der damit entstehenden hohen Preise stellen sich viele Leser die Frage, ob es nicht eine Nummer kleiner oder einfach ganz anders geht. Manche bauen sich selber eine Zentralheizung ein (suchen Sie nach "Panasonic" im Forum Haustechnikdialog.de) und verzichten auf die staatliche Förderung. Aber könnte es nicht auch dezentral gehen?

Sie könnten statt einer großen Wärmepumpe im Keller in jeden Raum eine kleine Wärmepumpe bauen. Die sogenannten "Split-Klimaanlagen" können üblicherweise außer kühlen auch heizen, sodass Sie es kühl im Sommer und warm im Winter haben können. In Deutschland gibt es das bisher eher selten, in Ferienhäusern und anderen Ländern wird jedoch oft genau so geheizt. Das "Split" bezieht sich auf den geteilten Aufbau: Innen hängt ein Radiator mit Gebläse, außen hängt eine kleine Wärmepumpe mit Außenradiator und Gebläse, zwischen beiden fließt Kältemittel durch ein Loch in der Wand.