Halbierte Leistungsaufnahme: Der energiesparende PC-Netzteilstandard ATX12VO

Bei ATX12VO arbeiten Mainboards und Netz­teile ausschließlich mit 12 Volt. Unseren Messungen nach halbiert das den Energiebedarf von Desktop-PCs im Leerlauf.

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Von
  • Christian Hirsch
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Die Netzteilnorm Advanced Technology Extended (ATX) für Desktop-Rechner ist inzwischen ein Vierteljahrhundert alt. Zwar wurde sie alle paar Jahre aktualisiert, aus Gründen der Abwärtskompatibilität schleppen ATX-Netzteile aber inzwischen eine Menge unnötigen Ballast aus der Anfangszeit mit. Dieser treibt den Energiebedarf bei schwacher Belastung unnötig nach oben, obwohl moderne Prozessoren dank besserer Energiesparfunktionen immer sparsamer werden.

Um die immer strikteren Richtlinien in der EU, den USA und in Japan für den Energiebedarf von Elektrogeräten im Allgemeinen und Desktop-PCs im Speziellen zu erfüllen, hat Intel den Standard ATX12VO (ATX 12 Volt only) aus der Taufe gehoben (PDF). Der Chiphersteller stellte uns für erste Tests Vorserienexemplare des LGA1200-Mainboards Asrock Z490 Phantom Gaming 4SR sowie des Netzteils High Power HP1-P650GD-F12S mit der neuen Technik zur Verfügung.

Hauptänderung zur bisherigen ATX-Norm ist, dass das PC-Netzteil das Mainboard ausschließlich mit 12 Volt Spannung versorgt. Das macht an einigen Stellen im Rechner geänderte Steckverbindungen notwendig. Zudem müssen die ATX12VO-Netzteile mit einem höheren Mindestwirkungsgrad als bisher arbeiten, der vor allem im Schwachlastbetrieb über die 80-Plus-Vorgaben hinausgeht.

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