Homebrew nun auch für M1-Macs

Das zur simplen Installation von Open-Source-Apps unter macOS gedachte Werkzeug wurde an ARM-Maschinen angepasst. Alle Pakete gibt es aber noch nicht.

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Native Apple-Silicon-Unterstützung ist die Hauptneuerung in Homebrew 3.0.0.

(Bild: Screenshot brew.sh)

Von
  • Ben Schwan

Freunde der Kommandozeile kommen nun auch auf Apple-Silicon-Maschinen auf ihre Kosten: Das populäre Tool Homebrew, mit dem sich zahlreiche Open-Source-Anwendungen auf den Mac holen lassen, steht ab sofort in einer ARM-fähigen Variante zum Download bereit.

Die neue Version 3.0.0 bringe offizielle Unterstützung für die neuen Maschinen, schreibt Entwickler Mike McQuaid. Die Pakete landen in /opt/homebrew. Die Rezeptseiten (Formulare) geben an, welche Packages bereits nativ für ARM-Macs aufbereitet wurden. Dazu wurde auch ein neues Bottle-Format, wie Homebrew seine Pakete nennt, entwickelt. Noch seien nicht alle für Intel gedachten Bottles direkt für Apple Silicon geeignet, wobei es immer noch die Möglichkeit gibt, Apples Übersetzungstechnik Rosetta 2 zu verwenden. Dann landen die Pakete in /usr/local.

McQuaid hofft, dass mehr und mehr Entwickler ihre Packages nativ für ARM-Macs bereitstellen – oder Nutzer selbst tätig werden und die Bottles aufbereiten. Dennoch ist Homebrew 3.0.0 ein wichtiger Schritt für viele Profis – diese hatten auf die Technik seit längerem gewartet. Apple selbst hat dem Homebrew-Team offenbar zur Seite gestanden – zumindest bedankt sich das Team artig bei dem Konzern. Zusammen mit dem Cloud-Anbieter MacStadium habe der Konzern "viel Apple-Silicon-Hardware" zur Verfügung gestellt. Apple-Teammitglieder sollen zudem direkt bei der Migration geholfen haben.

Homebrew 3.0.0 kommt mit weiteren Neuerungen. So werden Kommandozeilenhilfstexte automatisch generiert und auf dem aktuellen Stand gehalten. Mit "brew untap" kann man "Retaps" nicht mehr verwendeter Taps verhindern. "brew casks" in Bash zeigt alle verfügbaren Casks und es gibt verschiedene Bugfixes unter anderem in "brew update" und im Zusammenhang mit der Verwendung von Big Sur. Homebrew ist kostenlos. Wie man mit der Software konkret umgeht, lesen Sie in einem detaillierten Mac & i-Ratgeber auf heise+. (bsc)