Jammen und Musikmachen trotz Corona

Per Internet gemeinsam musizieren, diese Idee nimmt in Corona-Zeiten neuen Schwung auf. Mit welchen Diensten das gelingt und worauf es zu achten gilt.

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(Bild: master1305, stock.adobe.com)

Von
  • Kai Schwirzke
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Gemeinsam mit anderen Musikern in einem engen, stickigen Proberaum – möglicherweise sogar ohne Fenster – neue Songs einstudieren? Das ist in diesen virulenten Zeiten ein Ding der Unmöglichkeit, selbst mit FFP2-Maske. Zum Glück gibt es das Internet. Die Netzanbieter stellen immer höhere Bandbreiten zu bezahlbaren Preisen zur Verfügung, mit denen man Videos und Spiele in 4K ruckelfrei streamen kann. Sollten sich so nicht auch problemlos Online-Jams organisieren lassen? Schließlich treffen sich auch weltweit täglich Millionen von Menschen per Skype, Teams oder Zoom, viele davon oft in großen Gruppen.

Derart einfach funktioniert das beim Online-Musizieren in Echtzeit leider nicht. Denn während Internet-Meetings durchaus unter schlechter Bild- und Tonqualität leiden und damit die Teilnehmer nerven, vereiteln Störungen oder Verzögerungen bei der Internet-Übertragung das gemeinsame Jammen unmittelbar. Das liegt daran, dass zusammen musizierende Menschen sofort hören müssen, was die anderen gerade spielen. Ist dies nicht der Fall, kann der Bassist beispielsweise nicht vernünftig dem Takt eines Schlagzeugers folgen. Die von den Teilnehmern einer Online-Session produzierten Verzögerungen addieren sich – es entsteht ein unauflösbares Chaos.

Dazu gesellt sich die Bandbreite: Welche Datenmenge kann vor allem der Server pro Sekunde, können aber auch die Internet-Verbindungen der an einer Session Beteiligten bewältigen? Was nützt schließlich ein Überschalljet, wenn nur fünf Passagiere hineinpassen, aber 100 transportiert werden wollen? Und was passiert, wenn zwar fünf Passagiere losfliegen, aber am Zielflughafen nur drei aussteigen dürfen?

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