Kia Sportage Diesel nur noch als Mildhybrid

Kia bietet den Sportage nur noch als Mildhybrid an. Interessenten sollten noch etwas warten, denn auf die Abgasnorm Euro 6d ist das SUV noch nicht umgestellt.

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Der dritte Kia Sportage ist seit 2015 auf dem Markt. Gekauft wird er hierzulande vor allem als Diesel.

(Bild: Kia)

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Es kommt Bewegung in den Markt. Bisher gab es oft ein Sparmodell, das schüchtern in der Preisliste versteckt und von den Kunden ignoriert wurde. Nun müssen die Hersteller umdenken, denn die Vorgabe beim Flottengrenzwert bezieht sich auf die tatsächlich verkauften Autos. Bislang hatten Käufer eines Kia Sportage bei einigen Diesel-Modellen die Wahl, ob sie einen Mild-Hybrid dazubuchen. Das ist nun vorbei.

Kia wird im Sportage weiterhin drei Dieselmotoren mit 115, 136 und 185 PS anbieten. Die stärkste Ausführung war seit dem vorherigen Update nur noch als Mildhybrid zu haben, bei den schwächeren Versionen konnte für 750 Euro Aufpreis einer hinzubestellt werden. Diese Option entfällt jetzt. Der Verbrauch wird im WLTP erfasst und auf den NEFZ zurückgerechnet. Für diesen Umstand kann Kia nichts, denn dieser Wert wird vom Gesetzgeber noch immer gefordert, obwohl der NEFZ seit der Abgasnorm Euro 6c eigentlich Geschichte ist. Zwischen Mild-Hybrid und der Version ohne Unterstützung liegen rund 0,4 Liter. Die kann nun, gerade bei einem populären Modell wie dem Sportage, kein Hersteller mehr liegen lassen – die drohenden Strafen für einen zu hohen Flottenverbrauch kann kein Anbieter ignorieren.

Kia Sportage (6 Bilder)

Äußerlich bleibt der Kia Sportage (Test) unverändert. Die bisherige Möglichkeit, die Dieselmodelle auch ohne Mildhybrid-Aufsatz zu ordern, entfällt.
(Bild: Kia)

Das Mildhybridsystem blieb unverändert. Kia setzt hier auf einen Startergenerator mit 48 Volt, der maximal 12 kW und 55 Nm beisteuern kann. Als Zwischenspeicher dient eine Batterie mit 0,44 kWh. Das ist nicht viel, reicht aber für eine Lastpunktverschiebung vollkommen aus. Je niedriger und ungleichmäßiger das Geschwindigkeitsprofil, desto höher der Verbrauchsvorteil.

Die beiden Benziner werden mit dieser kleinen Modellpflege bis zu 600 Euro teurer, die Mildhybrid-Diesel bleiben vorerst unverändert. Allerdings baut Kia dort das Angebot aus: Der Basisdiesel ist nun auch mit einer höherwertigen Ausstattungslinie zu haben, der 136-PS-Diesel auch mit der günstigsten. Der Einstiegspreis liegt weiterhin bei 25.740 Euro für den 115-PS-Diesel mit Edition-7-Ausstattung. Die aktuellen Modelle werden ab April gebaut. Wir empfehlen Interessenten, auf das nächste Update zu warten, das sehr schnell erfolgen dürfte. Denn Kia liefert auch die jetzt angekündigten Modelle mit der Abgasnorm Euro 6d-Temp aus, mit der Neuwagen in der EU nur bis Ende dieses Jahres erstmals zugelassen werden können. Die Umstellung auf die Euro 6d dürfte im Sommer erfolgen.

(mfz)