Klangforschung: Klangprojektionen über virtuell verknüpfte Schallräume

Forscher der Leibniz-Uni Hannover arbeiten an einem Übertragungssystem, das Räume akustisch plausibel verbindet und damit direkte Begegnungen simuliert.

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(Bild: Albert Hulm)

Von
  • Arne Grävemeyer
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Es ist die Immersion, die den Unterschied zwischen einer faden Videokonferenz und dem Eintauchen in ein herzliches Familientreffen macht. Eine politische Diskussion im Vereinshaus wird zu einem immersiven Erlebnis, wenn der Teilnehmer übers Web viel mehr wahrnimmt als nur die Stimme eines Redners.

Das Ziel der Forscher am Institut für Kommunikationstechnik (IKT) an der Leibniz-Universität Hannover ist es, Räume akustisch so miteinander zu koppeln, dass eine plausible Gesamtraum-Akustik entsteht. Außerdem lässt sich dieser Effekt visuell unterstützen. So kann der Teilnehmer wenigstens mit zwei Sinnen in eine gemeinsame Situation mit anderen eintauchen, sei es eine kulturelle Veranstaltung in der nächsten Stadt, eine intensive Onlinebesprechung oder ein immersives Gaming-Konzept der Zukunft.

Der Ansatz der IKT-Forscher ist das Virtual Window: Zwei entfernte Räume haben jeweils an einer Wand einen großen Bildschirm oder eine Leinwandprojektion, die den Blick in den anderen Raum eröffnen. Um die Illusion zweier benachbarter Räume mit einem großen Fenster zu stärken, soll die Projektion aus jedem Winkel einen perspektivisch korrekten Blick in den Nachbarraum darstellen. Vor allem aber streben die Forscher eine gemeinsame Raumakustik an, die der eines entsprechend vergrößerten Gesamtraumes entspricht.

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