Kleinstrechner-Vergleichstest: Raspberry Pi Zero gegen Orange Pi Zero

Zwei Kleincomputer im Vergleich. Der Raspi aus England gegen den Herausforderer aus China. Was sie leisten und wofür man sie einsetzen kann.

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Von
  • Tam Hanna
Inhaltsverzeichnis

Anlässlich des 10. Geburtstags des Raspberry Pi haben wir zeitlos spannende Artikel rund um den Bastelcomputer aus unserem Fundus geholt.

Sowohl die Raspberry Pi Foundation als auch Shenzhen Xunlong bieten für Aufgaben der Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik (MSR) spezialisierte Varianten ihrer bekannten Prozessrechner an: Die Rede ist vom Raspberry Pi Zero und vom Orange Pi Zero.

10 Jahre Raspi: Projekte und Hintergrund

Wir stellen die beiden für Maker- und IoT-Begeisterte interessanten Winzlinge in diesem Artikel vor und vergleichen sie. Außerdem zeigen wir, für welche Einsatzszenarien sie sich besonders eignen.

Dazu nehmen wir die Leistungsdaten von Raspberry Pi Zero und Orange Pi Zero genau unter die Lupe: Mithilfe diverser Benchmarks untersuchen wir, welche Leistung die Prozessoren entfachen, und eine Messung mit dem Oszilloskop analysiert den Output der GPIOs.

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Die Raspberry Foundation hat in den vergangenen Jahren eine ganze Serie seiner Kleinstcomputer auf den Markt gebracht, von denen wir die zwei kleinsten hier näher vorstellen. Der noch etwas kleinere Raspberry Pi Pico ist ein Mikrocontroller-Evaluationsboard, das kein Linux-Betriebssystem ausführt. Deshalb betrachten wir diesen Kleinstcomputer hier nicht näher.

Den Raspberry Pi Zero gibt es in zwei Versionen – mit und ohne WLAN.

Damit bleiben Raspberry Pi Zero (ab 19,99 €) und Raspberry Pi Zero W (ab 25,99 €) im Rennen. Beide haben einen mit 1 GHz getakteten Einkernprozessor und 512 MByte RAM; für die Kommunikation mit der Außenwelt steht neben dem mit den größeren Modellen gemeinsamen 40 Pin-Header ein HDMI-Port sowie ein USB-Port zur Verfügung – beide im Mini-Format. Einen Ethernet-Anschluss gibt es bei beiden Winzlingen nicht, im Bereich der Langzeitunterstützung verspricht die Foundation eine Produktion bis Januar 2026.

Der Mehrpreis des Raspberry Pi W gegenüber seinem Kollegen ohne W rechtfertigt sich dadurch, dass er Unterstützung für die Funkprotokolle 802.11 b/g/n WLAN, Bluetooth 4.1 und Bluetooth Low Energy (BLE) mitbringt. Da im potenziellen Einsatzgebiet der Zero-Varianten der Raumbedarf und die Leistungsaufnahme eine wichtige Rolle spielen dürften, hier die entsprechenden Werte: Der Zero misst 60 mm in der Länge und 30 mm in der Breite. Für die Stromversorgung empfiehlt der Hersteller ein 1,2 A-Netzteil. Der typische Stromverbrauch liegt bei 150 mA.