Klimakiller oder Klima­retter? Der CO2-Fußabdruck der IT

In den Medien ist vom Klimakiller Cloud die Rede – die Industrie hingegen preist das Internet als mächtiges Klimaschutz-Tool an. Wir klären, was dran ist.

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(Bild: Thorsten Hübner)

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Durch die Cloud fällt jede Menge CO2 an, mehr, als die gesamte Luftfahrtindustrie ausstößt. Solche Aussagen hört man in letzter Zeit öfter. Zeitschriften und Blogs warnen unter dem Stichwort "Klimakiller Cloud" unter anderem vor dem Stromverbrauch durch Videostreaming. Auch die Politik hat das Thema für sich entdeckt. So wollen die Grünen Videoplattformen Effizienzvorgaben machen und standardmäßiges Autoplay untersagen.

Glaubt man hingegen dem Mobilfunkverband GSMA, killt das Internet keineswegs das Klima, sondern rettet es. Laut einer aktuellen GSMA-Studie spart das mobile Netz etwa so viel CO2 ein, wie ganz Russland emittiert, zum Beispiel durch weniger Flüge und effizientere Produktion. Und: "Die Einsparungen waren fast zehn Mal so groß wie der globale CO2-Fußabdruck der Mobilfunkindustrie selbst."

Böses Internet, gutes Internet – gegensätzlicher könnten die Aussagen kaum sein. Es ist also nötig, genauer hinzusehen: Was sagt die Wissenschaft zur Klimaverträglichkeit der IT insgesamt? Was ist dran am Gerede vom Klimakiller Cloud? Und wie plausibel sind die Zahlen der Industrie zur Rolle der IT als Klimaretter?

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