Kryptowährungen: Eine Einführung in die Ethereum-Blockchain

Blockchains werden oft mit Kryptowährungen gleich­gesetzt, aber die Technologie verwaltet mehr als nur Geld. Ethereum ist der Vorreiter bei diesen An­wendungen.

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(Bild: saran25 / Andrey Kuzmin / stock.adobe.com)

Von
  • Lars Hupel
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Der Weltcomputer braucht Geld. Mit "Weltcomputer" ist Ethereum gemeint, aber um diesen Satz zu verstehen, fängt man besser beim Geld an: Ethereum soll – genau wie Bitcoin und zahlreiche andere Kryptowährungen – Geld so im Internet verwalten, dass jeder mitmachen darf, aber keine Bank und kein Staat die Transaktionen und die Währungsentwicklung überwacht. Wie funktioniert das, ohne dass Chaos ausbricht?

Traditionellerweise werden Geldbestände über Kassenbücher verwaltet. Dieses Konzept hat eine lange Geschichte hinter sich; in Europa benutzte man bereits im frühen Mittelalter Kerbhölzer, um unter anderem Schulden zu dokumentieren. Die fundamentale Idee der antiken wie modernen Kontoführung ist schnell erklärt: Man zeichnet nicht die Kontostände auf, sondern die Transaktionen zwischen verschiedenen Konten und Personen. Wenn das Kassenbuch vollständig und manipulationssicher ist, dann weiß man jederzeit genau, wer wie viel Geld besitzt oder schuldet.

Die Blockchain einer Kryptowährung ist nichts anderes als ein solches Kassenbuch (Englisch: "ledger"), welches global verteilt ist: Jeder Teilnehmer hat eine Kopie des Buchs. Man nennt Blockchains deswegen auch "distributed ledgers".

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