Lang belichtet

Die App Spectre erzielt mit Langzeitbelichtung tolle Fotoeffekte.

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(Bild: Lux Optics LLC)

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Mit dem Smartphone ist fotografieren eigentlich kinderleicht geworden: Draufhalten, auslösen, fertig. Die Software, die große Teile der Kamerafunktionen übernommen hat, wird immer ausgefeilter. Sie zaubert stimmungsvolle Schnappschüsse vom Candlelight-Dinner genauso wie selektive Unschärfen im Selbstporträt.

Wie mächtig die bordeigene Bildverarbeitung von Smartphones mittlerweile geworden ist, lässt sich am besten aber immer noch an Spezialanwendungen sehen – wie bei Fotos mit extremer Langzeitbelichtung. Belichtet man ein Foto drei, vier oder mehr Sekunden lang, zeichnen Autos bunte Lichtspuren, verschwimmen vorbeigehende Menschen zu geisterhaften Schemen und erscheint fließendes Wasser wie eine mattpolierte Steinfläche.

Ein Smartphone über mehrere Sekunden so ruhig zu halten, dass das Bild nicht völlig verwackelt, ist aber extrem schwierig. Außerdem läuft man Gefahr, dass helle Bildpartien gnadenlos überbelichtet werden.

Die App Spectre für iPhones löst diese Probleme auf clevere Weise. Sie produziert während der Aufnahme ein kurzes Video, dessen Einzelbilder sie intelligent überlagert. Dies funktioniert verblüffend gut. Das User-Interface ist übersichtlich, leicht zu bedienen und die Bildstabilisierung ist wirklich hart im Nehmen: Drei Sekunden Belichtung in der freien Hand sind ohne weiteres machbar.

Produkt: Spectre Kamera
Hersteller: Lux Optics LLC
Preis: 3,49 Euro

(bsc)